Lexikon
Fallturm
Einrichtung zur Durchführung von Experimenten unter den Bedingungen annähernder Schwerelosigkeit. In Deutschland wird seit 1990 in Bremen ein in Europa einzigartiger Fallturm (Bremer Fallturm) für Mikrogravitationsexperimente (bis ein Millionstel der normalen Schwerkraft) aus u. a. der Materialforschung und Verbrennungsforschung betrieben. Es handelt sich um einen Turm, von dessen Spitze die in speziellen Kapseln verpackten Experimente im luftleer gepumpten Turminnern einen freien Fall aus 120 m Höhe durchführen; die (schwerelose) Flugzeit beträgt 4,74 s, die Bremsung der mit 165 km/h am Turmboden ankommenden Experimentierkapsel erfolgt in einem 10 m hohen, mit Styroporkügelchen gefüllten Bremszylinder. Durch den Einsatz eines Katapults kann die Dauer der Schwerelosigkeit seit Dezember 2004 auf ca. 9,5 s erhöht werden.
Wissenschaft
Wenn die Invasoren kommen
Der kleine Ort Saint-Sulpice am Genfer See sei „ziemlich schick“, meint Jérôme Gippet, Biologe an der Universität Lausanne. Doch seit einiger Zeit sei die Idylle durch eine Invasion ungebetener Gäste stark gestört. Gippet geht zu einem struppigen Stück Brachland und beginnt zu graben. Nur wenige Sekunden dauert es, bis überall im...
Wissenschaft
Unsere verschobene Wahrnehmung
Wenn die Zeit vergeht, ändert sich auch der Blick auf die Vergangenheit. Es ist ein wachsendes Problem für Natur- und Klimaschutz, dass wir Dinge für normal halten, die früher ganz anders waren. Wissenschaftler nennen diesen Effekt das Shifting-Baseline-Syndrom. Von Rainer Kurlemann Wer kann sich noch erinnern, wie viele...