Wissensbibliothek
Was ist das Epithelgewebe?
Flächenhafte Zellverbände, das Epithelgewebe oder Epithel, bedecken die Körperoberflächen. Das Epithelgewebe bildet die äußere Hautschicht und kleidet auch Körperhöhlen wie das Herz oder die Harnblase aus. Die Zellen des Epithelgewebes sitzen dicht an dicht. Der Raum zwischen den Zellen (Interstitium) verfügt kaum über Substanz. Dieser Aufbau entspricht der Funktion des Epitheliums als praktisch undurchlässige Oberflächenschicht. Epithelgewebe werden von Nerven, nicht aber von Blutgefäßen versorgt. Nährstoffe und Sauerstoff gehen mittels Diffusion aus den Blutgefäßen, die durch das tiefer liegende Bindegewebe verlaufen, in die Epithelzellen über.
Je nach Form und Sitz im Körper haben Epithelgewebe die unterschiedlichsten Aufgaben. Auf der Haut bietet die außen gelegene Epithelschicht Schutz vor mechanischen und chemischen Reizen wie auch gegen zu starke Sonnenbestrahlung oder eindringende Bakterien. Das Resorptionsepithel, das den Dünndarm auskleidet, ist zuständig für die Aufnahme von Nährstoffen aus der verdauten Nahrung, das Epithel der Hodenkanälchen produziert Sperma. Die Funktionen des Drüsenepithels sind die Bildung von Sekreten, Befeuchtung, Verdauung und Ausscheidung. Das Oberflächenepithel stellt eine Verbindungsstelle dar, durch die alle Substanzen, die in den Körper eintreten oder aus ihm ausgeschieden werden, hindurchtreten müssen.
Astronomen finden Biomolekül-Vorstufen in protoplanetarer Scheibe
Die Vorstufen wichtiger Biomoleküle wie Aminosäuren und DNA könnten aus dem Weltall gekommen sein – das vermuten Astronomen schon länger. Ein neuer Fund in der protoplanetaren Scheibe eines Jungsterns stützt dies nun. In der rotierenden Gas- und Staubscheibe um den rund 1305 Lichtjahre entfernten Protostern V883 Orionis haben...
Schwebende Atome als Magnetsensoren
Ein Raster aus 270 Rubidium-Atomen, gefangen in optischen Pinzetten, dient als Magnetometer mit einer einzigartigen räumlichen Auflösung. von DIRK EIDEMÜLLER Als der Nobelpreis für Physik des Jahres 1997 vergeben wurde, vermochten sich vermutlich weder die Preisträger noch die Jury vorzustellen, wozu die preisgekrönte Arbeit...