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Arthritis, rheumatoide

chronische Polyarthritis
Arthritis, rheumatoide
Arthritis, rheumatoide
Bei der rheumatoiden Arthritis entzündet sich zunächst die Synovialmembran. Der Entzündungsprozess greift auf Gelenk und Knochen über und es kommt zur Erosion von Knorpelgewebe und Bändern. Das Gelenk versteift, Schwellungen und Deformierungen beeinträchtigen die Bewegungsfreiheit.
eine chronisch entzündliche, schubweise verlaufende Autoimmunerkrankung der Gelenke. Es können auch andere Organe wie Herz, Lunge, Augen und Gefäße betroffen sein. Die rheumatoide Arthritis tritt oft zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf, Frauen erkranken drei- bis viermal häufiger als Männer. Von der Entzündung sind alle Gelenkstrukturen betroffen. Die Erkrankung führt von anfänglich leichter Bewegungseinschränkung der Gelenke bis hin zur völligen Versteifung. Die rheumatoide Arthritis befällt meist zuerst die kleinen Gelenke (vor allem Fingergelenke), tritt symmetrisch auf und äußert sich durch Schmerzen und Schwellung. In späteren Stadien der rheumatoiden Arthritis kommt es zur Beteiligung der körpernäheren, großen Gelenke. Zu den Frühsymptomen der rheumatoiden Arthritis zählen morgendliche Steifigkeit und Durchblutungsstörungen in den Fingern. Der Mitbefall der Sehnen und Sehnenscheiden führt zu Komplikationen wie dem Karpaltunnelsyndrom oder zu Gelenkinstabilitäten. Bei einem Teil der Patienten finden sich an den Sehnen und unter der Haut Rheumaknoten. In schweren Fällen kann es zu Organbeteiligungen wie Herzbeutel-, Brustfell-, Bindehaut- oder Gefäßentzündungen kommen. Zusätzlich leiden die Betroffenen unter uncharakteristischen Beschwerden wie Abgeschlagenheit, erhöhter Schweißproduktion, evtl. Temperaturerhöhung oder brüchigen Fingernägeln. Die Behandlung besteht in physikalischen Maßnahmen, wie z. B. Thermo-, Hydro-, Elektro-, Bewegungs- und Massagetherapie. Zur Entzündungshemmung und Schmerzbehandlung werden vor allem nichtsteroidale Antirheumatika (z. B. Acetylsalicylsäure, Ibuprofen) gegeben. Mit Hilfe von Basistherapeutika (Chloroquin, Goldverbindungen, niedrig dosierte Zytostatika) wird versucht, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Kortisonpräparate sind in schweren Fällen unvermeidlich. Bei starker Beeinträchtigung können die Gelenkveränderungen lokal durch operative Eingriffe, z. B. Entfernung der Gelenkinnenhaut (Synovektomie), in schlimmsten Fällen durch Ersatz mittels einer Gelenkprothese behandelt werden.
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