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LEXIKON

Arthrse

[die; griechisch]
Arthrosis deformans
degenerative Gelenkerkrankung aufgrund chronischer Abnutzung. Ursache ist meist ein Missverhältnis zwischen Beanspruchung und Belastbarkeit der Gelenke z. B. durch Übergewicht, Schwerarbeit, Sport oder aber durch eine Fehlstellung der Gelenke, die angeboren oder durch Verletzung oder Knochenerkrankungen (z. B. als Folge entzündlicher Gelenkerkrankungen, Arthritis) erworben sein kann. Arthrose ist aber auch vielfach eine unvermeidliche Begleiterscheinung des Alterungsprozesses. Es kommt zu Abnutzung und Abbau des Knorpels und knöcherner Deformierung der (primär nicht entzündeten) Gelenke. Betroffen sind am häufigsten die Kniegelenke (Gonarthrose) oder Hüftgelenke (Coxarthrose). Altersbedingt kommt es meist jenseits des 50. Lebensjahrs auch vielfach zu ähnlich degenerativen Veränderungen an den Wirbelkörpern der Wirbelsäule (Spondylarthrose), die zur Versteifung der Wirbelsäule führen können. Eine Arthrose entwickelt sich schleichend. Anfängliche Verspannungen am Gelenk können in schmerzhafte Bewegungseinschränkungen übergehen. Schließlich können Dauerschmerz und Bewegungsunfähigkeit auftreten. Als Therapie dienen Krankengymnastik, Massage, Wärmeanwendung und die Gabe schmerzlindernder Medikamente. U. U. kann auch ein operativer Gelenkersatz sinnvoll sein.
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