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Lyme-Borreliose
Borreliose; Lyme-Krankheiteine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi hervorgerufene Infektionskrankheit, die ohne Behandlung chronifizieren kann und dann auch Gelenke und innere Organe in Mitleidenschaft zieht. Die Erreger werden durch einen Zeckenbiss übertragen; die Inkubationszeit beträgt Tage bis Wochen. Als frühes und charakteristisches Zeichen der Lyme-Borreliose findet sich eine ringförmige, kontinuierlich an Größe zunehmende, scharf abgegrenzte Hautrötung mit zentraler Abblassung, zuerst an der Bissstelle, später auch an anderen Körperstellen (Wanderröte, Erythema chronicum migrans), die von grippeähnlichen Symptomen begleitet sein kann. In der zweiten Krankheitsphase entwickeln sich Lymphknotenvergrößerungen und bei persistierender Infektion Monate bis Jahre später Gelenkentzündungen (Lyme-Arthritis) sowie Herzmuskel- und Nervenentzündungen, die besonders häufig zu einer Lähmung des Gesichtsnervs führen (Facialisparese). Die Lyme-Borreliose wird durch Antikörper im Blut nachgewiesen. Bei gesicherter Diagnose wird anfänglich oral mit Tetrazyklinen, Amoxicillin oder Erythromycin behandelt, um Folgeschäden zu vermeiden, spätere Erkrankungsstadien mit intravenösen Antibiotika, vor allem mit liquorgängigen Cephalosporinen. Die Antikörper führen nicht zu Immunität; Neuinfektionen sind immer möglich.
Wissenschaft
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