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LEXIKON

Schuppenflechte

Psoriasis
nicht ansteckende, relativ häufige chronische Hauterkrankung, gekennzeichnet durch scharf begrenzte rötliche Flecken, die mit matt silbrigen Schuppen bedeckt sind und meist an Ellenbogen und Knien, auf der Kopfhaut und am Rumpf auftreten. Häufig besteht Juckreiz. Der Verlauf ist wechselhaft und individuell sehr unterschiedlich, kürzere oder längere Krankheitsphasen wechseln mit erscheinungsfreien Perioden ab. Manchmal kommt es zu einer pustulösen Verlaufsform mit Eiterbläschen (Psoriasis pustulosa) und in etwa 5 % der Fälle zu einer entzündlichen Gelenkbeteiligung (Arthritis psoriatica). Die Schuppenflechte bricht meist im zweiten Lebensjahrzehnt aus (Frühtyp), seltener erst im fünften bis sechsten Lebensjahrzehnt (Spättyp). Die sichtbaren Hautveränderungen sind für die Patienten oft sehr belastend.
Man geht heute davon aus, dass bei der Schuppenflechte meist eine genetische Anlage zugrunde liegt, aber äußere Faktoren als Krankheitsauslöser wirken wie Stress, Rauchen, Alkoholkonsum, Medikamente, hormonelle Umstellungen, Verletzungen der Haut, klimatische Einflüsse sowie bakterielle Infektionen mit Streptokokken. Es handelt sich um eine Autoimmunreaktion, bei der körpereigene Zellen der Haut angegriffen werden.
Zur
Behandlung
dienen äußerlich Teer- oder Salicylsäurepräparate zur Entfernung der Schuppen, Vitamin-A-Säure und entzündungshemmende Kortisonpräparate, auch UV-Bestrahlung, manchmal in Verbindung mit Sole-Bädern, in schweren Fällen innerlich Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge sowie immunsuppressive Medikamente. Neue Therapieansätze stellen die sog. Biologika dar.
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