Wissensbibliothek
In welchem Umfeld ist die Geschichte des »Lancelot« angesiedelt?
Während die Epen der chansons de geste (»Heldenlieder«) um fassbare Persönlichkeiten der Geschichte wie etwa Karl den Großen und Wilhelm von Oranien kreisen, siedelt Chrétien de Troyes (um 1135 bis vor 1190) hier die Handlung im zeitlos-mythischen Raum des Artushofs an, womit ein politisch opportunes Gesellschaftsmodell (Vasallentum und Lehenswesen) idealisiert wird. Im ritterlich-»höfischen« Lebensstil mit seinen Idealen Lehenstreue, Minnedienst, Maßhalten, Disziplin (»Zucht«) und christliche Barmherzigkeit verlieh sich die Gesellschaft Normen, die sich in ganz Europa durchsetzten und auch nach dem Niedergang des Rittertums ihre Gültigkeit bewahren sollten.
Etwa um 1170/1180 entstand das Epos über Lancelot, den vorbildlichen Ritter, in achtsilbigen Reimpaaren; nur eine kurze Zeit später schrieb ein unbekannter Autor auch eine Prosafassung (»Lancelot en prose«, um 1220).
KI-Sprachmodell analysiert und entwirft DNA-Sequenzen
Mit einem Wortschatz von lediglich vier Buchstaben kodiert die DNA in Millionen von Basenpaaren die genetische Information. Diese „Sprache des Lebens“ hat nun ein neues KI-Modell gelernt, das nach dem gleichen Prinzip funktioniert wie große Sprachmodelle. Das Modell namens Evo wurde mit 2,7 Millionen Genomen von Bakterien und...
Klonen für den Arterhalt
Im Kampf um das Überleben der vom Aussterben bedrohten Schwarzfußiltisse haben US-amerikanische Genetiker wichtige Durchbrüche erzielt. Ein Modell – auch für andere Arten? von ROMAN GOERGEN Die beiden neugeborenen Iltisse, die in den Schlagzeilen stehen, könnten auf den ersten Blick auch nur gewöhnliche Hausfrettchen sein. Doch...