Wissensbibliothek

In welchem Umfeld ist die Geschichte des »Lancelot« angesiedelt?

Während die Epen der chansons de geste (»Heldenlieder«) um fassbare Persönlichkeiten der Geschichte wie etwa Karl den Großen und Wilhelm von Oranien kreisen, siedelt Chrétien de Troyes (um 1135 bis vor 1190) hier die Handlung im zeitlos-mythischen Raum des Artushofs an, womit ein politisch opportunes Gesellschaftsmodell (Vasallentum und Lehenswesen) idealisiert wird. Im ritterlich-»höfischen« Lebensstil mit seinen Idealen Lehenstreue, Minnedienst, Maßhalten, Disziplin (»Zucht«) und christliche Barmherzigkeit verlieh sich die Gesellschaft Normen, die sich in ganz Europa durchsetzten und auch nach dem Niedergang des Rittertums ihre Gültigkeit bewahren sollten.

Etwa um 1170/1180 entstand das Epos über Lancelot, den vorbildlichen Ritter, in achtsilbigen Reimpaaren; nur eine kurze Zeit später schrieb ein unbekannter Autor auch eine Prosafassung (»Lancelot en prose«, um 1220).

Wissenschaft

Elektronen im fraktalen Gefängnis

Erstmals wurde eine gebrochene Dimensionalität bei Elektronen entdeckt, die in einem atomaren Fraktal eingeschlossen sind. von DIRK EIDEMÜLLER Fraktale Gebilde sind mit ihrer vielfachen Selbstähnlichkeit nicht nur sehr ästhetisch, sondern auch unter mathematischen Gesichtspunkten ziemlich kurios. Dabei sind Fraktale...

ChatGPT, KI, Künstliche Intelligenz
Wissenschaft

Geistreiche Debatten mit smarten Maschinen

Künstliche Intelligenz hat unseren Alltag erreicht. Seit ein paar Monaten können wir mit eloquenten Computern diskutieren. Sie schreiben Gedichte und Aufsätze, malen und programmieren. Wohin wird das führen? Entstehen daraus hilfreiche Assistenten für lästige Büroarbeiten oder manipulative Fake-Maschinen? von ULRICH EBERL...

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