Lexikon
Gartenkunst
Anfänge der Gartenkunst
Ein Überblick über die Geschichte der Gartenkunst ist wegen der Veränderlichkeit und Vergänglichkeit der Objekte schwer und nur aus historischen Abbildungen und Beschreibungen zu gewinnen. Die Auffassung der Bibel vom Jenseits als einem Garten Eden mit Pflanzen, Tieren und einem Brunnen (Genesis I.) beruht auf altorientalischen Vorstellungen. Berühmt schon im klassischen Altertum als eines der sieben Weltwunder waren die als Terrassengärten mit üppiger Flora angelegten Hängenden Gärten der Semiramis in Babylon. Für das antike Griechenland sind vor allem die parkähnlich angelegten heiligen Haine kennzeichnend. Das Peristyl des römischen Hauses war meist mit Beeten und Wasserbecken gärtnerisch gestaltet. Die ostasiatische Gartenkunst, früh zu hoher Blüte gelangt, erstrebte eine zusammenfassende Wiedergabe der ungestalteten Natur en miniature und verwendete unterschiedlichste Landschafts- und Architekturelemente auf kleinstem Raum (Felsen, Wasserfälle, Bäche, Brückchen und Pavillons). Der Steingarten entstand in Japan.Bemerkenswerte Beispiele islamischer Gartenkunst haben sich in Spanien (Granada, Alhambra) erhalten; sie stellten die Vorbilder für mittelalterliche literarische Schilderungen des Paradieses oder von Zaubergärten (z. B. im „Parzival“ Wolframs von Eschenbach).
- Einleitung
- Anfänge der Gartenkunst
- Europäisches Mittelalter
- Renaissance
- Barock
- Englischer Landschaftsgarten
- Neuzeit
Wissenschaft
Wer nicht fliegen kann, gleitet eben
Wie Fische und Frösche, Echsen, Hörnchen und sogar Schlangen der Schwerkraft trotzen. Von RALF STORK Flucht vor Feinden, höhere Mobilität, leichterer Zugang zu Nahrung – die Vorteile des Fliegens liegen auf der Hand. Kein Wunder, dass zum Beispiel bei den Insekten 80 bis 90 Prozent der Arten das Fliegen für sich entdeckt haben....
Wissenschaft
Nicht im Gleichgewicht
Es kommt selten vor, dass in aktuellen wissenschaftlichen Publikationen Arbeiten erwähnt werden, die älter als ein paar Jahre sind. Neulich berichtete die Fachzeitschrift Nature über die Prozesse, die in Wolken ablaufen müssen, damit genug Eispartikel gebildet werden, um es regnen zu lassen. Das Thema ist sicher nicht neu, und so...
