Lexikon

Hall-Effekt

[
hɔ:l-; nach E. H. Hall
]
Hall-Effekt
Hall-Effekt
Wirkungsschema
die physikalische Erscheinung, dass in einer stromdurchflossenen Metallplatte, die sich in einem senkrecht dazu stehenden Magnetfeld befindet, senkrecht zur Magnetfeld- und Stromrichtung eine elektrische Spannung hervorgerufen wird. Die im Metall sich bewegenden atomaren Ladungsträger werden durch das Magnetfeld zur Seite abgelenkt (Lorentz-Kraft). Der Hall-Effekt lässt sich einerseits zur Messung magnetischer Felder, andererseits zur Bestimmung der Art und der Dichte der Ladungsträger ausnutzen.
Die Beziehung zwischen angelegtem Strom und gemessener Hall-Spannung beschreibt der Hall-Widerstand. Er hängt von dem Planckschen Wirkungsquantum und der Elementarladung ab. Diese Beziehung (Quanten-Hall-Effekt), aus der man eine neue Definition der Einheit des elektrischen Widerstandes Ohm ableiten kann und die zur genauen Bestimmung der Feinstrukturkonstante α dient, wurde 1980 von K. von Klitzing gefunden, der 1985 den Nobelpreis für Physik erhielt.
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