Lexikon

Heterodplex

[
das; griechisch + lateinisch
]
doppelsträngiges Nucleinsäuremolekül, das sich aus zwei nicht völlig komplementären Einzelsträngen unterschiedlicher Herkunft zusammensetzt; gepaart sein können zwei DNA-Stränge oder ein DNA- mit einem RNA-Strang. Heteroduplices können durch Mutation oder Rekombination entstehen, aber auch im Reagenzglas (in vitro) erzeugt werden. An Stellen, an denen die Basensequenzen der Hybridmoleküle nicht zusammenpassen, bilden sich Schlaufen (ungepaarte Strangabschnitte). Diese können elektronenmikroskopisch vermessen und zur Erstellung physikalischer Genkarten herangezogen werden.
forschpespektive_NEU.jpg
Wissenschaft

Faktorfischen

Früher wimmelte es in der Bioforschung nur so von „Faktoren“, weil vielfach nach folgendem Prinzip experimentiert wurde: Man stellte Extrakte von irgendetwas her, gab sie zu Zellen, Geweben oder Organismen – und plötzlich machten diese etwas, das sie ohne Extrakt nicht getan hatten. Ergo: In dem kruden Extrakt verbirgt sich...

Mond, Vulkanismus
Wissenschaft

Die heiße Jugend des Mondes

Seine geologische Frühzeit verlief turbulenter als bisher gedacht: Als sich der junge Mond von der Erde entfernte, geriet er in eine Phase heftigen Vulkanismus. Das hat Konsequenzen für die Ermittlung des lunaren Alters. von THORSTEN DAMBECK Bei lange vergangenen Ereignissen kann man sich schon mal irren. Als gegen Mitte des 19....

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon