Lexikon
Intersexualitạ̈t
[
lateinisch
]das Auftreten von männlichen und weiblichen Merkmalen an einem Individuum, das im Gegensatz zum Gynandromorphismus trotzdem in allen Zellen genetisch ein einheitliches Geschlecht aufweisen kann. Bei Schmetterlingen z. B. scheint die Geschlechtsbestimmung so umweltlabil zu sein, dass es zu einer mosaikartigen Ausbildung abgegrenzter weiblicher und männlicher Bezirke im Körper und an den Geschlechtsorganen kommen kann. Bei den Intersexen höherer Wirbeltiere ist die Abweichung von dem erblich angelegten Geschlecht durch Geschlechtshormone bedingt. Durch Hormongaben und zusätzliche operative Behandlung ist es möglich, auch beim Menschen Intersexe verschiedenster Ausprägungsgrade in das anlagegemäße Geschlecht zu verwandeln.
Wissenschaft
Tropfsteine als Klimazeugen
Stalagmiten aus der Kleinen Teufelshöhle in der Fränkischen Schweiz geben Auskunft über saisonale Bedingungen in der jahrtausendalten Klimageschichte. von DIRK EIDEMÜLLER Tropfsteinhöhlen sind für ihre bezaubernden Gesteinsformationen bekannt. Kaum jemand, der eine solche Höhle besichtigt, kann sich der Faszination dieser...
Wissenschaft
„Urpferd“ war gar kein Pferd
Eine Stammbaumanalyse mithilfe von Fossilien liefert überraschende neue Einblicke in die Evolution von Pferden und verwandten Huftieren vor rund 55 Millionen Jahren. Demnach war das bislang als „Urpferd“ geltende Hyracotherium nicht so eng mit Pferden verwandt wie gedacht. Zudem zeigte sich, dass der älteste gemeinsame Vorfahre...
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