Lexikon
ITER
Abkürzung für International Thermonuclear Experimental Reactor (internationaler thermonuklearer Experimentalreaktor), gemeinsames Forschungsprojekt der EU und der Länder China, Indien, Japan, Südkorea, Russland und USA zur kontrollierten Kernfusion, das 1985 beschlossen wurde. Ziel ist es, einen Fusionsreaktor zu entwickeln, der nach dem Vorbild der Sonne durch Kernverschmelzung Energie gewinnt. Dafür soll ein Plasma erzeugt werden, das bei Brenndauern von jeweils mehr als 400 s eine Fusionsleistung von rund 500 MW liefert. 1992 begann eine detaillierte Planungsphase, an der drei Teams im Fusionszentrum in San Diego, im japanischen Fusionslabor in Naka und im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching zusammenarbeiteten. Wesentliche technische Funktionen eines Fusionsreaktors wurden entwickelt und getestet; außerdem wurden die Sicherheits- und Umweltfragen der Fusion erforscht. Sitz des Aufsichtsrats (ITER Council) ist Moskau. 2005 einigten sich die Projektpartner auf Cadarache in Südfrankreich als Standort für ITER, Baubeginn war 2009, die Aufnahme des Forschungsbetriebs ist für 2018 geplant.
Wissenschaft
Einzelgänger-Planeten auf der Spur
Sie besitzen planetenähnliche Masse, sind aber nicht an einen Stern gebunden: Das Webb-Teleskop hat sechs neue „Rogue”-Planeten in einem galaktischen Nebel aufgespürt, die Hinweise auf mögliche Bildungsprozesse dieser mysteriösen Einzelgänger-Planeten liefern. Es zeichnet sich demnach ab, dass Himmelskörper, die fünfmal größer...
Wissenschaft
Verlorene Koordination
Warum es Bewegungen gibt, die wir einfach nicht hinbekommen, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Haben Sie Zeit für eine einfache gymnastische Übung – garantiert nicht anstrengend, aber äußerst erstaunlich? Eine Übung, mit der Sie bei der nächsten Party für allgemeine Verblüffung sorgen können? Dann setzen Sie sich bitte auf einen...