Lexikon
Jugendarbeitsschutz
Sonderschutzmaßnahmen zugunsten jugendlicher Arbeitnehmer; Regelung durch das Jugendarbeitsschutzgesetz vom 12. 4. 1976 (JArbSchG) mit späteren Änderungen. Das JArbSchG unterscheidet zwischen Kindern (wer noch nicht 15 Jahre alt oder noch vollzeitschulpflichtig ist) und Jugendlichen (alle übrigen noch nicht 18 Jahre alte Menschen). Kinderarbeit ist grundsätzlich verboten, die Arbeit Jugendlicher unterliegt erheblichen öffentlich-rechtlichen Beschränkungen. Beschäftigung Jugendlicher unter 15 Jahren ist grundsätzlich nur im Berufsausbildungsverhältnis zulässig. Besonderer Arbeitszeitschutz: grundsätzliche Beschränkung der täglichen Arbeitszeit auf 8 Stunden bei einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden für Jugendliche; Mehrarbeit, Nachtarbeit, Samstag-, Sonn- und Feiertagsarbeit sind unzulässig. Ausnahmen regelt das Erste Jugendarbeitsschutz-Änderungsgesetz vom 15. 10. 1984. – Der Jugendurlaub beträgt bei noch nicht 16-Jährigen 30, bei noch nicht 17-Jährigen 27, bei noch nicht 18-Jährigen 25 Werktage (Stichtag: Beginn des Kalenderjahrs). Akkord- und Fließbandarbeit sind verboten.
Wissenschaft
Wie unser Gehirn aus Fehlern lernt
Wenn sich Regeln plötzlich ändern, reagiert unser Gehirn darauf und baut im Kortex die neuronalen Netzwerke um, die für Lern- und Entscheidungsprozesse zuständig sind. Diese Reorganisation läuft schicht- und schrittweise ab: von unten nach oben und von chaotisch zu rhythmisch, wie Neurowissenschaftler nun anhand von Mäusen...
Wissenschaft
Behandlung im Blindflug
Medizinische Studien wurden lange Zeit (fast) nur an Männern durchgeführt. Frauen sind deshalb häufiger von Arzneimittel-Nebenwirkungen betroffen als Männer. Und die Forschungspraxis ändert sich nur langsam. von RUTH EISENREICH (Text) und RICARDO RIO RIBEIRO MARTINS (Illustrationen) Es ist bis heute einer der bekanntesten...
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
News der Woche 28.02.2025
Bewaffnet die Stirn bieten
Dünger aus der Luft
Kontroverse Quantenrealität
Der heilige Trunk
Eine Optik aus Schall