Lexikon
Kernkräfte
die Wechselwirkungskräfte zwischen den Nukleonen (Protonen und Neutronen). Aus der Untersuchung der Atomkerne, die durch die Kernkräfte zusammengehalten werden, und aus Streuexperimenten, insbesondere von Nukleonen an einzelnen Nukleonen, ergibt sich, dass die Kernkräfte nur etwa 2 bis 3·10–13 cm weit reichen, innerhalb dieser Abstände aber erheblich stärker als die elektrischen Kräfte sind. Sie sind abhängig von den Spinstellungen der Nukleonen (Tensorcharakter der Kernkräfte), aber unabhängig von der elektrischen Ladung, d. h., Proton-Proton-, Neutron-Proton- und Neutron-Neutron-Kräfte sind einander gleich, zumindest bis zu Abständen von etwa 0,8·10–13 cm herab. – Die Begründung der Kernkräfte aus einer Feldtheorie der Mesonen in gleicher Weise, wie elektrische und magnetische Kräfte aus der Theorie der elektromagnetischen Felder folgen, liefert ein quantitatives Verständnis einiger Eigenschaften der Kernkräfte; sie ist jedoch noch nicht vollständig befriedigend gelungen.
Wissenschaft
Mehrsprachigkeit hält jung
Mehrsprachigkeit kann nicht nur die kulturelle Kompetenz fördern, sondern auch die Gesundheit. Das legt eine Studie nahe, die Daten von mehr als 86.000 Teilnehmenden in 27 europäischen Ländern ausgewertet hat. Demnach liegt das biologische Alter von multilingualen Personen oft unterhalb ihres tatsächlichen Alters; bei Menschen,...
Wissenschaft
Aus Zwei mach Drei
Viele der heißesten Debatten in der Biologie werden über evolutionsbiologische Themen geführt. Bis heute ganz vorn mit dabei: die Mechanismen der Artbildung. Oder wie die Fachwelt sagt: Speziation. Ein Beispiel hatten wir an dieser Stelle bereits, als es um das ungelöste Dilemma ging, wie man den Begriff der biologischen Art...