Lexikon
Kolloịde
[
Singular das Kolloid; griechisch
]Stoffe, die sich wegen der Größe ihrer Teilchen nicht echt, d. h. unter Bildung völlig klarer Lösungen, lösen, sondern solche Lösungen (kolloide Lösungen, Sole) bilden, die den Tyndall-Effekt zeigen. Wegen ihrer gleichnamigen elektrischen Ladung flocken die Teilchen trotz ihrer Größe nicht aus. Ausflockung (Koagulation) kann jedoch durch Zusatz von Elektrolyten oder ungleichnamig geladenen Kolloiden oder durch Erwärmen erreicht werden. Koagulate, die noch Wasser enthalten, heißen Gele; sie haben eine gallertartige Struktur. Ausflockung kann durch Zugabe von Schutzkolloiden verhindert werden. Kolloide Lösungen lassen sich durch Teilchenzerkleinerung grober Verteilungen, z. B. durch Zerkleinerung in der Kolloidmühle, durch Ultraschall (Dispersionsmethode) oder durch Teilchenvergrößerung von echt gelösten Stoffen, z. B. unter Verwendung von Schutzkolloiden (Kondensationsmethode), herstellen. Die kolloiden Lösungen spielen bei den Vorgängen im tierischen und pflanzlichen Organismus sowie in der Technik eine bedeutende Rolle.
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