Lexikon
Kolonạt
[
das; lateinisch colonatus
]im spätrömischen Reich die von einem Großgrundbesitzer vergebene, zeitlich unbeschränkte, vererbliche Bodenpacht, die durch die Stellung des Pächters (colonus) zwischen Sklaverei und Freiheit gekennzeichnet ist. Der Pächter war persönlich frei, durfte aber das Pachtland nicht verlassen und war zu Abgaben, Dienstleistungen und Kriegsdienst verpflichtet; andererseits konnte er aber auch von seinem Pachtland nicht entfernt werden. So bildeten sich allmählich die Grundherrschaften zu beachtlichen Machtfaktoren (Latifundien) aus und gingen kontinuierlich in die mittelalterlichen Agrar- und Gesellschaftsstrukturen über.
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»Wir werden an Grenzen stoßen«
Müssen wir auch in Deutschland vor dem Wasser zurückweichen? Langfristig schon, glaubt Michael Kleyer. Der emeritierte Professor für Naturschutz und Landschafts planung von der Universität Oldenburg beschäftigt sich seit Langem mit der Klimaanpassung von Küsten. Das Gespräch führte STEVE PRZYBILLA Professor Kleyer, wie gefährdet...
Wissenschaft
Neandertaler-Linie war 50.000 Jahre isoliert
In der Endzeit der Neandertaler gab es in Europa offenbar mindestens zwei genetisch voneinander getrennte Linien. Das legen DNA- und Isotopen-Analysen eines Neandertalers nahe, der 2015 in der Grotte Mandrin in Frankreich entdeckt wurde. Das Individuum, dem die Forschenden den Spitznamen „Thorin“ gaben, lebte demnach vor etwa 42....