Lexikon
Latifụndien
[
Singular das Latifundium; lateinisch
]sehr ausgedehnter, im Eigentum einer Privatperson befindlicher Großgrundbesitz. Die Anhäufung von Landbesitz begann im Römischen Reich bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. Begünstigt durch die Verteilung des Gemeindelands, das gepachtet oder besetzt werden konnte, und die Bewirtschaftung mit einer großen Zahl von Sklaven dehnten sich die Latifundien seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. zu Ungunsten der weniger rentabel arbeitenden bäuerlichen Klein- und Mittelbetriebe so aus, dass z. T. ganze Länder in den Händen weniger Großgrundbesitzer waren. Bei allmählichem Mangel an Arbeitskräften verpachtete man Land an kleine Bauern (coloni), die in völlige Abhängigkeit vom Grundherrn gerieten (Kolonat). Im Mittelalter verbreitete sich die Latifundienwirtschaft in ganz Europa. Im Zuge der Kolonialisierung gelangte sie nach Lateinamerika, wo sie heute noch zu finden ist.
Wissenschaft
Weniger vergessen
Das Alzheimermedikament Lecanemab ist ein Hoffnungsträger. Was es leisten kann – und warum es vor der Therapie auf eine frühzeitige Diagnose ankommt. von TIM SCHRÖDER Lutz Frölich hat jeden Donnerstag Sprechstunde. Alle haben dieselbe Frage, wenn sie Platz genommen haben: Habe ich jetzt Alzheimer oder nicht? „Viele Menschen, die...
Wissenschaft
Sternwarte der Superlative
Das James Webb Space Telescope eröffnet Astronomen einen neuen Blick ins All. von RÜDIGER VAAS Es ist ein Leuchtfeuer des menschlichen Leistungsvermögens“, lobte Marc Postman das James Webb Space Telescope (JWST) – die komplexeste Sternwarte überhaupt, die 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt das Universum erforscht und...