Lexikon
Kunstpsychologie
Teildisziplin der Psychologie, aber auch der Kunstwissenschaft, die die psychologischen Aspekte bei der Entstehung eines Kunstwerks (künstlerischer Schaffensprozess, „Künstlerpersönlichkeit“) sowie seiner Wirkung und Interpretation („Kunstrezeption“) untersucht. Die Kunstpsychologie entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Entstehung einer allgemeinen Kunstwissenschaft. Sie wandte Untersuchungsmethoden der psychologischen Physiologie (W. Wundt, T. Ziehen u. a.) und der Gestalt- und Ganzheitspsychologie an. Seit den 1930er Jahren machte sich, namentlich im angloamerikanischen Raum (z. B. E. H. Gombrich, H. Read), der Einfluss der Psychoanalyse S. Freuds und der Archetypenlehre C. G. Jungs geltend.
Spezielle Aufmerksamkeit widmet die Kunstpsychologie hauptsächlich der Untersuchung der emotionalen Wirkung von Farbe, Form und Licht, der Raumgestaltung und -erfahrung, der Spannungsmomente (Anordnung senkrechter, waagerechter oder schräger Elemente im Bild) sowie den Ausdruckswerten formaler Strukturen.
Wissenschaft
Wie sich das Bärengebiss entwickelt hat
Ob sich ein Säugetier üblicherweise von Pflanzen oder von Fleisch ernährt, erkennt man üblicherweise am Gebiss. Beispielsweise sind bei Pflanzenfressern die hintersten Backenzähne typischerweise größer als die vorderen; bei Fleischfressern ist es andersherum. Doch Bären weichen von diesem Muster ab. Bei ihnen ist meist der zweite...
Wissenschaft
Aus alten Zellen wird neuer Rohstoff
Schreddern, ätzen, schaben: Ein Bündel von Techniken soll dafür sorgen, dass sich ausgediente Solarzellen recyceln lassen – und nicht mehr wie bislang meist einfach im Müll landen. von KATJA MARIA ENGEL Noch ist viel freie Fläche zu sehen. Am Stadtrand von Münster baut die Firma Reiling PV-Recycling gerade ein Kompetenzzentrum...
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Neue Art der Symbiose in der Tiefsee
Neutrinos von den Nachbarn
Das Standardmodell
Menschen zum Mond
Freundschaft unter Affen
Die alten Griechen sind noch älter