Lexikon
Marịendichtung
zu Ehren der Mutter Christi verfasste liturgische Lieder (Hymnen, Sequenzen), Erbauungsbücher, Spiele oder Legenden; zunächst (9./10. Jahrhundert) nur lateinisch (Hrabanus Maurus, Notker Balbulus, Hrotsvith von Gandersheim), seit dem 12. Jahrhundert auch in deutscher Sprache, besonders von den Anhängern der cluniazensischen Reform getragen; sie wurde früh mit mystischen Zügen verklärt; dann auch Thema für höfische Spruchdichter (Reinmar von Zweter) und für den Meistersang (Frauenlob, H. Folz). Die von den Klöstern gepflegten Marienklagen (die Mutter Christi unter dem Kreuz) bildeten ein Element des religiösen Kirchenraumspiels. Die Reformation drängte die Mariendichtung zurück, sie lebte aber wieder auf bei den Romantikern (C. Brentanos, Novalis). Ein neuromantischer artistischer Nachklang ist R. M. Rilkes „Marienleben“ 1913.
Wissenschaft
Heiße Flecken in der Tiefsee
In einigen Regionen der Ozeane quillt heißes Wasser aus dem Meeresboden hervor. Diese hydrothermalen Quellen sind nicht nur einzigartige Lebensräume für exotische Tiere und speziell angepasste Mikroorganismen, sondern bergen auch viele von der Industrie begehrte Rohstoffe. von THERESA GUGGOLZ Als ein Team aus französischen und US...
Wissenschaft
Wenig Raum für Nachhaltigkeit
Tiny Houses gelten als optimales Zuhause für einen umwelt- und klimafreundlichen Lebensstil. Aber wie nachhaltig sind die meist hölzernen Winzlinge wirklich? von ROLF HEßBRÜGGE Für die einen ist es ein romantischer Wohntraum, für andere der Inbegriff einer minimalistischen Lebensweise im Einklang mit der Natur: das Tiny House....
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Lebensrettende Back-Story
Projektifizierte Forschung
Schädlicher Putzmittelwahn
Kein Ende für Öl und Gas
Pflanzen können bis sechs zählen
Geschützt Surfen