Lexikon
Okkasionalịsmus
[
lateinisch occasio, „Gelegenheit“
]die im Kartesianismus entwickelte Lehre, dass die scheinbare psychophysische Kausalität, d. h. die Wechselwirkung von Seele und Leib, in Wirklichkeit auf unmittelbarem göttlichem Eingreifen beruhe: Gott rufe „bei Gelegenheit“ einer Empfindung z. B. eine entsprechende leibliche Bewegung hervor. Diese für die Geschichte des Kausalitätsproblems sehr wichtige, von A. Geulincx, N. de Malebranche u. a. vertretene Lehre wurde durch G. W. Leibniz (prästabilierte Harmonie) überwunden.
Wissenschaft
Flug in die Zukunft
Der Luftverkehr gilt als sehr schädlich für das Klima. Doch es gibt vielversprechende Konzepte, um das zu ändern. von HARTMUT NETZ In Norwegen beginnt bald eine neue Ära das Fliegens – wenn auch zunächst nur in einem recht bescheidenen Maßstab. In vier Jahren soll in dem skandinavischen Land das erste vollelektrische...
Wissenschaft
Auch leise ist zu laut
Wer in der Nähe eines Bahngleises wohnt, wird durch Lärm belästigt. Trotz neuer „Flüsterbremsen“ bleibt noch viel zu tun. von ROLAND BISCHOFF Seit über fünf Jahren ist in der Schweiz der 57 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel in Betrieb. Seither fahren täglich 130 bis 160 Züge hindurch, davon zwei Drittel Güter- und ein Drittel...