Lexikon
Sphärenharmonie
nach Pythagoras von dem Ohr nicht hörbare Töne, erzeugt durch den Umschwung der Weltkörper um das Zentralfeuer; nach der antiken Vorstellung (Pythagoräismus) war das Verhältnis der Planeten zueinander durch Zahlen darstellbar; das harmonische Verhältnis dieser Zahlenproportionen wurde gleichzeitig als Grundlage des musikalischen Tonsystems angesehen (Zahlenverhältnisse der Intervalle). Makrokosmos und Mikrokosmos, Welt- und Tonsystem entsprächen sich daher, und die Bewegung der Gestirne erzeuge eine (für Menschen unhörbare) Sphärenmusik. Auch die Astronomie und Musiktheorie des Mittelalters übernahmen diese antiken Vorstellungen; sie spielten bis in die Neuzeit eine Rolle (z. B. bei J. Kepler).
Wissenschaft
Wie Kalorienangaben unsere Lebensmittelauswahl beeinflussen
Welchen Effekt haben Kalorienangaben auf Lebensmitteln? Dieser Frage ist nun eine Cochrane-Metastudie mit Daten von rund 10.000 Personen nachgegangen. Demnach können die Kennzeichnungen Verbrauchern tatsächlich dabei helfen, sich für kalorienärmere Lebensmittel zu entscheiden. Der Effekt ist allerdings nur gering: Bei einer...
Wissenschaft
Höhlenkino im Flackerlicht
Feuerschein erleuchtete die Wände nicht nur für die Arbeit der Künstler, manche Werke erweckte es regelrecht zum Leben. von Rolf Heßbrügge Prähistorische Höhlenkunst liegt meist tief im Inneren von Höhlen verborgen. Ohne Beleuchtung sieht man dort kaum die Hand vor Augen, geschweige denn die Objekte an den Wänden. Die...