Lexikon
Spiegelreflexkamera
fotografische Kamera, bei der das Motiv über einen um 45° geneigten Spiegel entweder durch ein Sucherobjektiv oder das Aufnahmeobjektiv eingestellt wird. Bei der zweiäugigen Spiegelreflexkamera ist ein Sucherobjektiv über dem Aufnahmeobjektiv angeordnet. Der Spiegel ist starr eingebaut, das Bild wird auf einer Mattscheibe aufrecht stehend, aber seitenverkehrt entworfen (Lichtschachtsucher). Sucher- und Aufnahmeobjektiv haben dieselbe Brennweite, sie sind zur Übertragung der Entfernungseinstellung miteinander gekuppelt. Das Bild bleibt während und nach der Belichtung sichtbar. Bei der einäugigen Spiegelreflexkamera erfolgen Motivwahl und Scharfeinstellung durch das Aufnahmeobjektiv. Der Spiegel wird beim Auslösen des Verschlusses aus dem Strahlengang geklappt. Die meisten Spiegelreflexkameras gestatten die Benutzung eines Prismenaufsatzes, wodurch das Sucherbild seitenrichtig erscheint.
Spiegelreflexkamera: Strahlengang
Spiegelreflexkamera: Strahlengang
Der Spiegel, der das Bild zum Sucherokular lenkt, wird durch Druck auf den Auslöser zum Belichten hochgeklappt. Das Fünfeckprisma sorgt dafür, dass das Bild im Sucher aufrecht und seitenrichtig erscheint.
© wissenmedia
Spiegelreflexkamera
Spiegelreflexkamera
Spiegelreflexkamera Minolta X-700 für Kleinbildfilme.
© Minolta GmbH, Ahrensburg
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