Lexikon
Teotihuacán-Kultur
[
-tiuaˈkan-
]die bedeutendste und einflussreichste indianische Kultur im Hochtal von Mexiko, 200 v. Chr. bis 650 n. Chr., benannt nach der nordöstlich der heutigen Hauptstadt gelegenen großen Ruinenstätte San Juan de Teotihuacán. Ihre größten Bauwerke sind zwei Stufenpyramiden: die 63 m hohe und 225 m lange Sonnen-Pyramide und die Mond-Pyramide (beide um 200 v. Chr. erbaut); ferner ein von kleinen Pyramiden bekröntes Mauergeviert („Zitadelle“). Teotihuacán hatte eine zentral von Norden nach Süden verlaufende, 40 m breite und 2,5 km lange Straße (sog. Totenstraße), die alle wichtigen Gebäude berührte. Blockartige Gebäudekomplexe mit zahlreichen Räumen bildeten die einzelnen Stadtviertel mit Märkten und Pyramiden. Die Ausdehnung Teotihuacáns betrug wahrscheinlich 10 km2, in der Blütezeit (ab 300 n. Chr.) erreichte die Einwohnerzahl über 100 000.
Neben vielen Wandgemälden tritt in der Kunst besonders die formschöne und reich verzierte Keramik hervor. Typisch sind u. a. zylinderförmige dreifüßige Deckelgefäße, die z. T. mit Stuck überzogen sind oder ein Flachrelief tragen. Die Skulptur tritt in ihrer künstlerischen Bedeutung zurück, eine Besonderheit bilden Figuren mit beweglichen Gliedmaßen. Im religiösen Leben stand offensichtlich die Verehrung des Regengotts Tlaloc im Vordergrund.
Teotihuacán wurde um 650 durch Brand zerstört (wohl durch die Otomi). Nachfolgerin als bedeutendstes zentrales Heiligtum wurde die Stadt Cholúla.
Wissenschaft
Der Weltuntergang kommt aus dem Schlauch
Wenn der Weltuntergang kommt, dann kommt er aus dem Schlauch. Aber nicht, weil irgendein geheimes Virenlabor großflächig die Erreger der nächsten Pandemie versprüht. Oder weil jemand den Gartenschlauch nicht zudreht und alles buchstäblich untergeht. Sondern weil ein Asteroid auf der Erde einschlägt. Doch wer treibt diese...
Wissenschaft
Mehr Klarheit beim Klima
Computersimulationen gehören zu den wichtigsten Werkzeugen der Klimaforschung. Sie werden ständig weiter entwickelt – auch mit Künstlicher Intelligenz. von THOMAS BRANDSTETTER Die Computersimulationen der Klimaforscher haben gigantische Ausmaße angenommen. Auf Supercomputern mit einer Unmenge an Daten versuchen die...