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Mongolei: Im Herzen des Kontinents
Landesnatur
Wo liegt die Mongolei?
Die Mongolei grenzt im Norden an Russland und im Süden an China. Das wüsten- und steppenhafte Hochland wird im Nordwesten von Hochgebirgen (Khangai, Mongolischer Altai) durchzogen. Der Norden wird von der Selnga zum Baikalsee entwässert. Mit ihrem weitverzweigten Flussnetz macht sie das Zentrum der Nordmongolei zum wirtschaftlich wichtigsten Landesteil. Im Süden hat die Mongolei Anteil an der zentralasiatischen Wüste Gobi. Der größte Teil des Landes hat keinen Abfluss. Die Mongolei besitzt mehrere hundert Seen, die stark salzhaltig sind. Das Klima ist kontinental mit langen trockenkalten Wintern und kurzen warmen Sommern.
Bevölkerung
Ist die Mongolei ein Land der Nomaden?
Ein Großteil der Bevölkerung lebte bis vor wenigen Jahrzehnten nomadisch. Mit dem Übergang zur genossenschaftlichen Viehhaltung wurde das Nomadentum stark eingeschränkt, aber nicht völlig verdrängt.
Die Mongolen gliedern sich nach ihren Dialekten in die Khalka im Osten, in die Kalmüken im Westen und in die Burjaten im Norden. Im Westen sind Turkvölker ansässig, außerdem gibt es chinesische und russische Minderheiten.
Wirtschaft
Wonach strebt das Land?
Die Mongolei ist durch umfangreiche Privatisierungsmaßnahmen auf dem Weg zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Auch wenn die Industrialisierung mit Hilfe der ehemaligen Ostblockstaaten vorangetrieben wurde, bildet die Landwirtschaft die Lebensgrundlage für rd. die Hälfte der Bevölkerung, wobei die Viehzucht dominiert (Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde, Kamele). Zum Teil werden die Herden noch von Nomaden oder Halbnomaden gehalten. Die Ausbeutung der reichen Bodenschätze (Kupfer, Molybdän, Wolfram, Erdöl, Gold, Kohle u. a.) steht erst am Anfang.
Geschichte
Was verbindet die Mongolei mit China?
Nach dem Zerfall des mittelalterlichen Mongolenreichs war die Mongolei seit dem 17. Jh. ein Teil von China. 1911 erklärte die Äußere Mongolei ihre Unabhängigkeit, während die Innere Mongolei bei China blieb. 1924 rief die Mongolische Revolutionäre Volkspartei (MRV) in der Äußeren Mongolei die Volksrepublik aus, die sich an die UdSSR anlehnte. 1950 bestätigte China die Souveränität der Volksrepublik. 1990 verzichtete die MRV auf ihr Machtmonopol. 1992 wurde die Volksrepublik in Mongolei umbenannt.
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