Lexikon
Tiefensehen
räumliches Sehen; binokulares Sehendie räumliche, dreidimensionale Wahrnehmung von Gegenständen. Durch den Abstand der Augen entstehen von Gegenständen besonders im Nahbereich auf der Netzhaut der beiden Augen zwei verschiedene zweidimensionale Bilder, die vom Gehirn zu einem dreidimensionalen Bild verarbeitet werden. Die Perspektive und die aus der Erfahrung bekannte Größe vieler Gegenstände sind wichtige Hilfsmittel bei der Erfassung räumlicher Tiefe; ein unvollkommenes Tiefensehen ist daher auch mit einem Auge möglich.
Wissenschaft
Wie unser Gehirn aus Fehlern lernt
Wenn sich Regeln plötzlich ändern, reagiert unser Gehirn darauf und baut im Kortex die neuronalen Netzwerke um, die für Lern- und Entscheidungsprozesse zuständig sind. Diese Reorganisation läuft schicht- und schrittweise ab: von unten nach oben und von chaotisch zu rhythmisch, wie Neurowissenschaftler nun anhand von Mäusen...
Wissenschaft
Schimmel rettet die Welt
Das wird eine Aufregung gewesen sein, als der britische Arzt und Bakteriologe Alexander Fleming am 28. September 1928 aus seinem Urlaub zurückkehrte und im Labor eine Petrischale entdeckte, die er vor der Abreise nicht richtig gesäubert hatte: Ein Schimmelpilz hatte sich darin breitgemacht – und die zuvor dort angelegte...