Wissensbibliothek
Wie schätzt der Pessimist die Liebe ein?
Die Liebe ist nach Schopenhauer nur als ein Täuschungsmanöver der Natur zu verstehen. Alle menschlichen Bestrebungen und Handlungen werden allein durch den Erhaltungstrieb des Willens gesteuert. Gefühle verdecken lediglich den biologischen Arterhaltungstrieb. So ist die ganze Welt die Entfaltung dieses Urwillens, aber – und dies ist das pessimistische Moment in Schopenhauers Philosophie – eines ziel- und zwecklosen Willens, der nur seine Gier befriedigen will. »Keine auf der Welt mögliche Befriedigung könne hinreichend sein Verlangen stillen, seinem Begehren ein endliches Ziel zu setzen und den bodenlosen Abgrund seines Herzens auszufüllen«, beschreibt Schopenhauer das Wesen der Welt.
Abgründe tun sich auf, das Leben ist sinnlos, besteht nur aus Leiden und Unglück. Wie aber kann man unter diesen Bedingungen überhaupt existieren?
Gegen die Einbahnstraße
Keine Stadt ohne Sackgassen und Einbahnstraßen. Auch von der Evolution dachte man lange, dass sie viele Organismenlinien in Sackgassen und Einbahnstraßen geschickt habe. Tatsächlich scheint das jedoch viel weniger oft der Fall gewesen zu sein, als bislang vermutet. Über die „evolutionären Sackgassen“ des belgischen Paläontologen...
Das finstere Mittelalter
Es gab im Mittelalter verschiedene Leuchtmittel, doch sie waren eine Frage des Geldes. von Rolf Heßbrügge Das Bild vom finsteren Mittelalter hält sich hartnäckig, obwohl Historiker diese Zeit heute differenzierter sehen. Doch schon die Menschen der Renaissance grenzten sich mit der Wiederbelebung des Glanzes der Antike von den „...