Wissensbibliothek

Wie schätzt der Pessimist die Liebe ein?

Die Liebe ist nach Schopenhauer nur als ein Täuschungsmanöver der Natur zu verstehen. Alle menschlichen Bestrebungen und Handlungen werden allein durch den Erhaltungstrieb des Willens gesteuert. Gefühle verdecken lediglich den biologischen Arterhaltungstrieb. So ist die ganze Welt die Entfaltung dieses Urwillens, aber – und dies ist das pessimistische Moment in Schopenhauers Philosophie – eines ziel- und zwecklosen Willens, der nur seine Gier befriedigen will. »Keine auf der Welt mögliche Befriedigung könne hinreichend sein Verlangen stillen, seinem Begehren ein endliches Ziel zu setzen und den bodenlosen Abgrund seines Herzens auszufüllen«, beschreibt Schopenhauer das Wesen der Welt.

Abgründe tun sich auf, das Leben ist sinnlos, besteht nur aus Leiden und Unglück. Wie aber kann man unter diesen Bedingungen überhaupt existieren?

Mond, Welt, Universum
Wissenschaft

Die dunkle Seite des Mondes

Vor Milliarden Jahren stürzte ein Urplanet auf die erdabgewandte Seite unseres Trabanten. Er durchschlug die Kruste und schuf das gewaltige Südpol-Aitken-Becken. von THORSTEN DAMBECK Als 1973 die Langspielplatte „The Dark Side of the Moon“ die Hitparaden stürmte, ging es nicht um den Mond. Die Musiker von Pink Floyd hatten...

Griechen, Ton
Wissenschaft

Die alten Griechen sind noch älter

Ein Archäologe aus Wien und ein deutscher Kernphysiker eichen die Chronologie der Antike neu. von ROLF HEßBRÜGGE Stefanos Gimatzidis sitzt in seinem Wiener Büro, trinkt einen Schluck Tee und hält kurz inne. Dann verrät er: „Ein guter Bekannter von mir, der Professor der Klassischen Archäologie an der Uni Montreal ist, hat mich...

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