Wahrig Herkunftswörterbuch
Pädagoge
Im
Ein solcher paidagogos war ein Mann, der ausgewählte männliche Kinder in Philosophie unterwies und sie zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft formen sollte. Von der Pädagogik als der „Erziehungswissenschaft“ ist allerdings erst seit dem 17. und 18. Jahrhundert die Rede; meist bezeichnet man den Schweizer Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827) als Ahnvater der Pädagogik.
Altgriechischen
bedeutete das Wort pais „Knabe“. Für das Deutsche ist jedoch weniger dieser Nominativ als vielmehr der Genitiv paidos von Belang, der die Grundlage für den häufig anzutreffenden Wortbestandteil päd– bzw. pädo– darstellt und anzeigt, dass sich das betreffende Wort auf Kinder oder Jugendliche bezieht. Der Pädiater (aus päd– und iatros „Arzt“) ist ein Kinderarzt, während die Wörter Pädophilie (aus päd– und philein „lieben“) und Päderastie (aus päd– und erastes „Liebhaber“) Männer bezeichnen, die eine sexuelle Neigung zu Kindern oder Jugendlichen haben. Dagegen benutzen wir das Wort Pädagoge ganz neutral, um die Wörter „Lehrer“ oder „Erzieher“ zu ersetzen. Dieses aus päd– und agogos „Führer, Begleiter“ zusammengesetzte Wort, das wörtlich „Knabenführer“ bedeutet, wurde schon in der Antike in der Form paidagogos verwandt.Ein solcher paidagogos war ein Mann, der ausgewählte männliche Kinder in Philosophie unterwies und sie zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft formen sollte. Von der Pädagogik als der „Erziehungswissenschaft“ ist allerdings erst seit dem 17. und 18. Jahrhundert die Rede; meist bezeichnet man den Schweizer Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827) als Ahnvater der Pädagogik.
Wissenschaft
Warum das Wollnashorn verschwand
Was geschah mit den gehörnten Zottel-Kolossen? Eine Studie wirft neues Licht auf die Ursachen des Aussterbens der Wollnashörner am Ende der letzten Eiszeit. Die Rekonstruktion ihrer Populationsgeschichte legt nahe, dass eine Kombination aus klimabedingter Lebensraumfragmentierung und geringer, aber anhaltender Bejagung durch den...
Wissenschaft
Fischfang als Wegbereiter für die Maya?
In Mittelamerika lebten schon vor tausenden Jahren Jäger und Sammler. Offenbar waren diese Menschen auch versierte Fischer, wie ein neuer Fund nun nahelegt. In einem artenreichen Feuchtgebiet in Belize haben Anthropologen Überreste eines ausgedehnten Grabensystems entdeckt, das bereits vor rund 4000 Jahren dem Fischfang diente....
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
»Es gibt kein Limit«
Wenn das Gehirn ausfällt
Eine neue Art von Internet
Ein Fest der kulinarischen Unvernunft
Wie der Anus entstand
»Von der Petrischale bis zum Acker«