Wahrig Herkunftswörterbuch
erlauben
Weder erlauben noch Urlaub haben etwas mit dem Laub zu tun. Laub ist verwandt mit dem engl. leaf und dem ndrl. loof „Blatt“ und bezeichnet eigentlich ein Blatt, das als Futter vom Baum oder Strauch gerissen wird. Entsprechend bedeutet das bislang ungeklärte zugrundliegende Verb „abreißen, rupfen“. Das Verb erlauben und das dazugehörige Abstraktum Urlaub (eigentlich „Erlaubnis, sich zu entfernen“) sind hingegen schon im 8. Jahrhundert bezeugt und stammen über mhd. erlouben und ahd. irlouben aus dem gleichbedeutenden germ. *uz–laub–ija–, das auch im gotischen uslaubjan anzutreffen ist. Die einen nehmen an, dass das Wort wie loben und glauben mit dem idg. Stamm *leubh– „lieben“ zusammenhängt. Die anderen sehen Parallelen in der Bedeutung des lettischen ļaūt „erlauben, gestatten, zulassen“ oder in einer anderen idg. Wurzel *lēu–, die „lassen“ bedeutet.
Wissenschaft
Geiseltal: Ausgestorbener Laufvogel hat jetzt einen Kopf
Im Laufe der Zeit haben schon viele spektakuläre Urzeitwesen Deutschland durchstreift. Dazu zählt auch der 1,40 Meter große Laufvogel Diatryma geiselensis, der vor 45 Millionen Jahren im Geiseltal im heutigen Sachsen-Anhalt lebte – damals noch ein tropisches Sumpfgebiet. Nun haben Paläontologen erstmals einen Schädel dieses...
Wissenschaft
Anpassung an stärkereiche Nahrung schon bei Frühmenschen
Das Enzym Amylase in unserem Speichel ermöglicht uns, Stärke bereits im Mund in Zucker aufzuspalten. Heutige Menschen besitzen zahlreiche Kopien des dafür verantwortlichen Gens. Doch wann hat es sich erstmals verdoppelt und damit die Grundlage für unsere kohlenhydratreiche Ernährung gelegt? Eine Studie zeigt nun, dass diese...