Lexikon
Schach
[
das; persisch schah, „König“
]Schach
Schach
Schachbrett
© wissenmedia
Schach
Schach
Schachbrett mit Figurenbeschreibung
© wissenmedia/Rita Reiser
Schach wird auf den 64 (8 × 8) abwechselnd weißen und schwarzen (unten links immer schwarz) Quadratfeldern des Schach- oder Damebretts von 2 Spielern mit je 16 Spielfiguren (je 1 König, 1 Dame, 2 Läufer, 2 Türme, 2 Springer, 8 Bauern) gespielt, die nur nach jeweils eigenen Regeln abwechselnd mit je 1 Zug über das Spielfeld ziehen dürfen (weiß stets zuerst): Die Türme bewegen sich geradlinig parallel zum Brettrand, die Läufer diagonal, so dass sie nur eine Farbe bestreichen; die Dame (Königin) vereint die Gangarten von Turm und Läufer; die Springer (Rössel), die als Einzige andere Figuren überspringen können, setzen im Rösselsprung zwei Felder vorwärts und eins zur Seite in allen Richtungen; die Bauern rücken je ein Feld geradlinig vorwärts (von der Grundlinie aus auch zwei). Sie schlagen (besetzen das Feld einer gegnerischen Figur, die damit verloren ist) im Gegensatz zu den übrigen Figuren nur schräg. Der König kann nach allen Seiten nur einen Schritt ziehen. Aus der Grundstellung ist eine Rochade möglich.
Schach: Figuren
Schachfiguren
Spielfiguren auf einem Schachbrett: Das Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen König (Mitte) Matt zu setzen, d. h. so anzugreifen, dass er sich dem Geschlagenwerden nicht mehr entziehen kann.
© wissenmedia
Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen König Matt zu setzen, d. h. so anzugreifen, dass er sich dem Geschlagenwerden nicht mehr entziehen kann. Das Spiel kann in drei Abschnitte (Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel) unterteilt werden, die nahezu unbegrenzt viele Variationen erlauben. Patt, remis, Blindspiel, Reihenspiel.
Neben zahlreichen, für jeden Schachspieler offenen Turnieren werden regelmäßig Mannschafts- (Schacholympiade) und Einzelweltmeisterschaften ausgetragen. Bei Letzteren wird durch Kandidatenturniere ein Herausforderer für den amtierenden Weltmeister ermittelt, der dann mit diesem um den Titel spielt.
Schachweltmeister waren bisher: 1886–1894 W. Steinitz (Österreich), 1894–1921 E. Lasker (Deutschland), 1921–1927 J. R. Capablanca (Kuba), 1927–1935 A. Aljechin (französischer Exilrusse), 1935–1937 M. Euwe (Niederlande), 1937–1946 A. Aljechin, 1948–1957 M. Botwinnik, 1957/58 W. Smyslow, 1958–1960 M. Botwinnik, 1960/61 M. Tal, 1961–1963 M. Botwinnik, 1963–1969 T. Petrosjan, 1969–1972 B. Spasskij (alle Sowjetunion), 1972–1975 R. Fischer (USA), 1975–1985 A. Karpow, 1985–1993 G. Kasparow, 1994-1999 A. Karpow, 1999-2002 A. Khalifman (alle Russland), 2002-2004 R. Ponomarjow (Ukraine), 2004-2005 R. Kasimdschanow (Usbekistan), 2005-2006 W. Topalow (Bulgarien). Unter Führung Kasparows hatten sich 1993 einige Spieler vom Weltschachverband FIDE abgespalten und die kurzlebige Profivereinigung Professional Chess Association (PCA) gegründet. Kasparow war 1993-2000 Weltmeister in Konkurrenz zu den FIDE-Titelträgern, ehe er von W. Kramnik (Russland) in dieser Rolle abgelöst wurde. 2006 wurden in einem von Kramnik gewonnenen Entscheidungskampf gegen Topalow die beiden Weltmeistertitel wieder zusammengeführt. Seit 2007 ist der Inder Viswanathan Anand Weltmeister.
Capablanca, José Raoul
José Raoul Capablanca
José Raoul Capablanca (Schachweltmeister 1921-1927)
© wissenmedia
Wissenschaft
»Der Schutz der Gesundheit des Menschen steht immer ganz vorn«
Tanja Schwerdtle erklärt im Interview, warum spezielle organische Arsenverbindungen für die Risikobewertung eine besondere Herausforderung darstellen. Das Gespräch führte TAMARA WORZEWSKI Frau Prof. Dr. Schwerdtle, warum ist nicht jede Gefahr gleich ein Risiko? Der Unterschied zwischen einer Gefährdung und einem Risiko lässt sich...
Wissenschaft
Gesunder Menschenverstand
Der gesunde Menschenverstand – im Englischen auch als Common Sense bekannt – hieß ursprünglich und bis zum 18. Jahrhundert allgemeiner Menschenverstand, was oftmals als gemeiner Menschenverstand verkürzt wurde und dabei Missfallen erregte. Denn wer wollte schon seinen Verstand für etwas Gemeines einsetzen? Und so kam man...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Für die Lebenden und die Toten
Alte Kleider für neue Mode
Das große Schrumpfen
Zähne zeigen
Dem Gedächtnis auf der Spur
Pioniere im Quantenkosmos