Wahrig Synonymwörterbuch
Ehre
- Ehrgefühl, Wertgefühl, Stolz, Würde, Wert, Ansehen, Anstand, Selbstachtung
- Geltung, Achtung, Ruf, Prestige, Bedeutung, Einfluss, Gewicht, Renommee, Reputation, Rang, Leumund, Größe, Profil, Image, Format
- Lob, Ruhm, Ehrung, Auszeichnung, Ehrenbezeigung, Ovation, Huldigung, Anerkennung, Referenz, Wertschätzung, Nimbus, Prestige, Hochschätzung, Respekt, Ehrerbietung, Hochachtung, Würdigung
Ehre: Vom Ehrgefühl zur Ehrenrunde
Ehre bezeichnet Ehr– und Wertgefühl, Würde und Selbstachtung eines Menschen. Der Begriff kann aber auch für das Ansehen stehen, das eine Person bei anderen genießt. In diesem Fall sind Ruf oder Image Synonyme oder auch die gehobenen Vokabeln Reputation, Renommee, Prestige.
Wenn jemandem Ehre zuteilwird, erntet er Anerkennung oder erfährt eine Auszeichnung. Mit diesen Bedeutungen spielen auch zahlreiche gehobene Redewendungen: Wer in Ehren ergraut ist, ist in hohem Ansehen alt geworden. Etwas in Ehren halten heißt, eine Sache zu achten und zu bewahren. Dementsprechend bedeutet (wieder) zu Ehren kommen so viel wie »(wieder) geachtet/genutzt werden«.
Sich die Ehre geben ist eine sehr förmliche und steife Höflichkeitsfloskel für »sich erlauben«. Das Gleiche gilt etwa für die Frage Mit wem habe ich die Ehre?, die einfach bedeutet, »Mit wem spreche ich?«. Die Wendung der Wahrheit die Ehre geben heißt »aufrichtig sein«, »die Wahrheit sagen«. Jemand, der mit etwas Ehre einlegen will, möchte durch eine besondere Leistung seine Fähigkeiten beweisen. Jemandem Ehre machen bedeutet ihm Anerkennung einbringen. Scherzhaft ist die Redensart (zu viel) Ehre antun gemeint, die darauf zielt, dass etwas übertrieben wird.
Verhüllende Funktion hat die Wendung jemandem die letzte Ehre erweisen. Sie ist im Zusammenhang mit dem Tabuthema Tod Ausdruck für »jemanden zu Grabe tragen«. Ablehnung wird auf freundliche Weise etwa in dem Satz formuliert deine/Ihre Meinung in Ehren, aber ich sehe das anders. Jemanden bei seiner Ehre packen heißt, an Ehrgefühl/Stolz zu appellieren.
Sagt man von einer Person, sie habe keine Ehre im Leib, so charakterisiert man sie als ohne Anstand. Das Feld der Ehre schließlich ist ein veralteter, glorifizierender Ausdruck für das Schlachtfeld. Eine Ehrenrunde drehen beispielsweise die Sieger eines Wettkampfs in einem Stadion, um den Beifall des Publikums entgegenzunehmen. Diese Wendung wird auch scherzhaft verwendet, um auszudrücken, dass ein Schüler eine Klasse wiederholen muss.
Wenn jemandem Ehre zuteilwird, erntet er Anerkennung oder erfährt eine Auszeichnung. Mit diesen Bedeutungen spielen auch zahlreiche gehobene Redewendungen: Wer in Ehren ergraut ist, ist in hohem Ansehen alt geworden. Etwas in Ehren halten heißt, eine Sache zu achten und zu bewahren. Dementsprechend bedeutet (wieder) zu Ehren kommen so viel wie »(wieder) geachtet/genutzt werden«.
Sich die Ehre geben ist eine sehr förmliche und steife Höflichkeitsfloskel für »sich erlauben«. Das Gleiche gilt etwa für die Frage Mit wem habe ich die Ehre?, die einfach bedeutet, »Mit wem spreche ich?«. Die Wendung der Wahrheit die Ehre geben heißt »aufrichtig sein«, »die Wahrheit sagen«. Jemand, der mit etwas Ehre einlegen will, möchte durch eine besondere Leistung seine Fähigkeiten beweisen. Jemandem Ehre machen bedeutet ihm Anerkennung einbringen. Scherzhaft ist die Redensart (zu viel) Ehre antun gemeint, die darauf zielt, dass etwas übertrieben wird.
Verhüllende Funktion hat die Wendung jemandem die letzte Ehre erweisen. Sie ist im Zusammenhang mit dem Tabuthema Tod Ausdruck für »jemanden zu Grabe tragen«. Ablehnung wird auf freundliche Weise etwa in dem Satz formuliert deine/Ihre Meinung in Ehren, aber ich sehe das anders. Jemanden bei seiner Ehre packen heißt, an Ehrgefühl/Stolz zu appellieren.
Sagt man von einer Person, sie habe keine Ehre im Leib, so charakterisiert man sie als ohne Anstand. Das Feld der Ehre schließlich ist ein veralteter, glorifizierender Ausdruck für das Schlachtfeld. Eine Ehrenrunde drehen beispielsweise die Sieger eines Wettkampfs in einem Stadion, um den Beifall des Publikums entgegenzunehmen. Diese Wendung wird auch scherzhaft verwendet, um auszudrücken, dass ein Schüler eine Klasse wiederholen muss.
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