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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Routine

durch Übung und Erfahrung gewonnene Fertigkeit
frz.
routine in ders. Bed., urspr. (16. Jh.) „Gewohnheit, sich auf gebahnten Wegen zu halten, Wegekundigkeit“, zu
frz.
route „Weg, Straße“, Route
[Info]
Routine
Jemand, der Routine in etwas besitzt, hat etwas über einen längeren Zeitraum geübt und dabei Fertigkeiten erworben durch seine Erfahrung verfügt er über das nötige Können. Und wie der Erfahrung, die von dem Verb erfahren „durchreisen, durch Reisen kennenlernen“ stammt, so liegt auch der Routine ein Wort zugrunde, das mit dem Fahren oder Reisen zu tun hat, denn das Ausgangswort ist das
frz.
route „Weg, Straße“. Im
Frz.
galt als routine die Gewohnheit, auf gebahnten Wegen zu verkehren der lat. Ursprung von route, via rupta, bedeutete ursprünglich „durch den Wald gebrochener“ (d. h. gebahnter) Weg. Später entwickelte sich daraus die Bedeutung „Wissen, welcher der richtige Weg ist“, und auch der Gedanke der Geschicklichkeit, die ein routinierter Mensch beim Überwinden von Schwierigkeiten zeigt, schwingt hier mit. Doch ausschließlich positiv wird die Routine heute nicht mehr bewertet: ein Routinier ist im heutigen Verständnis auch jemand, der das Gewohnte bevorzugt und wenig schöpferisch tätig ist.
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