Wissensbibliothek
Mit welchen Methoden erforschte Schliemann Troja?
Schliemanns archäologische Methoden waren recht modern. Die erfolgreiche Suche nach Troja beruhte auf genauer Analyse der Epen Homers. Statt die im 8. Jahrhundert v. Chr. entstandenen Schriften einfach als Sagen abzutun, überprüfte Schliemann sie nach brauchbaren geografischen Hinweisen. Auch in der Feldarchäologie ging er neue Wege und legte den Grundstein der modernen archäologischen Forschung: So untersuchte er das Grabungsgelände zunächst durch Probegrabungen. Als erster erkannte er die Bedeutung der Stratigrafie, des Prinzips der Schichtenfolge, nach dem jüngere Schichten auf älteren liegen. Zur Bestimmung und Datierung einzelner Schichten suchte er nach »Leitkeramiken« und setzte nicht zuletzt auf die Zusammenarbeit mit Forschern anderer Disziplinen, etwa mit Philologen, Anthropologen und Experten für antike Inschriften.
Die Verteilung der Arten
An manchen Orten der Erde gibt es einen hohen Artenreichtum, an anderen leben nur wenige Arten. Biodiversitätsforscher untersuchen, wie Artenvielfalt entsteht und sich über die Erde verteilt. von JOHANNA ZIELINSKI Vor etwa vier Milliarden Jahren entstand auf unserer Erde das erste Leben. Seitdem hat sich eine unglaubliche...
Wie die Zerstörung des Kachowka-Staudamms die Umwelt belastet
Als der Kachowka-Staudamm im Süden der Ukraine im Juni 2023 durch kriegsbedingte Explosionen gesprengt wurde, überschwemmten die Wassermassen Wohngebiete, Felder und zahlreiche geschützte Biotope. Eine Studie hat nun die langfristigen Umweltfolgen der Zerstörung erhoben. Besonders problematisch ist demnach, dass das Sediment des...