Lexikon
Hacks
Peter, deutscher Dramatiker, * 21. 3. 1928 Breslau, † 28. 8. 2003 Groß Machnow; ging 1955 mit dem Bekenntnis zu einem „progressiven“ Theater aus „plebejischer Geisteshaltung“ zu B. Brechts Ensemble nach Ost-Berlin; die Theaterstücke „Die Sorgen und die Macht“ 1959 und „Moritz Tassow“ 1961 wurden von der SED kritisiert und abgesetzt; großen Erfolg mit „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“ 1976; weitere Stücke: „Die Schlacht bei Lobositz“ 1956; „Amphitryon“ 1967; „Pandora“ 1981; „Fredegunde“ 1989; „Haffner, die Bisammaus“ 1992; „Genovefa“ 1995; ferner Kinderbücher, Essays und Übersetzungen.
Hacks, Peter
Peter Hacks
© wissenmedia
- Erscheinungsjahr: 1956
- Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Die Schlacht bei Lobositz
- Genre: Komödie in drei Akten
Als »einen Teil der menschlichen Bemühungen um Abschaffung des Krieges« versteht Peter Hacks (* 1928) seine Komödie »Die Schlacht bei Lobositz«, die am 1. Dezember am Deutschen Theater in Berlin (Ost) uraufgeführt wird. Ein Leutnant gibt während des Siebenjährigen Krieges vor, im preußischen Söldnerheer, das für beliebige Zwecke gekauft und gedrillt worden ist, »menschliche Beziehungen« zwischen den Soldaten und den Offizieren einführen zu wollen. Das Experiment schlägt fehl, als Ulrich Braeker desertiert, nachdem er erkannt hat, dass es sinnlos ist, sich für eine Sache abschlachten zu lassen, die ihn und seinesgleichen nichts angeht.
- Erscheinungsjahr: 1989
- Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Fredegunde
- Genre: Komödie
Am 21. Januar wird im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig die historische Polit-Komödie »Fredegunde« von Peter Hacks (* 1928) uraufgeführt. Sie entlarvt Macht als lächerliches Spiel, das am Ende niemandem Vorteile bringt und bei dem die beteiligten Figuren nur ihre Funktionen wechseln, ohne dass sich real etwas ändert. Das Macht-Spiel findet im Jahr 567 am Hof der fränkischen Merowinger statt, deren verwickelte Verwandtschaftsverhältnisse auf subtile, aber eindeutige Weise die Position in der Hierarchie festlegen. Hauptfiguren des Dramas sind nicht die Könige selbst, sondern ihre Witwen und Gemahlinnen, die durch eine neue, noch intrigenunerfahrene Prinzessin aus der Routine gebracht werden.
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