Lexikon

Tragikomọ̈die

[
griechisch
]
ursprünglich ein ernstes Schauspiel mit kaum motivierten heiteren Einlagen. Dass Tragik und Komik einander durchdringen können zum Abbild einer heillosen Welt und menschlicher Unvernunft, zeigte exemplarisch schon das elisabethanische Drama Shakespeares. Da die deutsche Aufklärung im Theater jedoch den vernünftigen Menschen in einer geordneten Welt zeigen wollte und die Klassik es anstößig empfand, dass ein und dasselbe Drama gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen reizt, hatte die Tragikomödie in Deutschland kaum Chancen. So blieb sie bis ins 20. Jahrhundert hinein vor allem dem englischsprachigen Theater vorbehalten. Mit Ausnahmen bei Kleist, Lenz, Grabbe, Lessing und Büchner und dem naturalistischen Drama G. Hauptmanns hat die deutsche Literatur die Tragikomödie kaum entwickelt, während sie dank ihrer skeptischen Weltsicht im Ausland zu einer bestimmenden Form des modernen Dramas geworden ist und dem absurden Theater wesentliche Impulse gegeben hat.
Elfenbein
Wissenschaft

Elfenbein aus der Retorte

Mit künstlichem Elfenbein lassen sich alte Kunstwerke restaurieren, ohne dass Elefanten dafür sterben müssen. Zudem könnte das neue Material bald auch im Fahrzeugbau zum Einsatz kommen. von ROLF HEßBRÜGGE Wer den karg eingerichteten Produktionsraum in Wien-Aspern betritt, kneift unwillkürlich die Augen zusammen. „Ich weiß, das...

Klimagas
Wissenschaft

Reparatur an der Natur

Würden besonders klimawirksame Ökosysteme vor der Zerstörung bewahrt oder wiederhergestellt, ließe sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre stark reduzieren. von HARTMUT NETZ Die Wälder Kanadas brannten 2023 in einem zuvor nicht gekannten Ausmaß. Bis Ende August waren nach offiziellen Angaben über 15 Millionen Hektar Wald...

Weitere Artikel aus dem Kalender

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon