Lexikon
Tụbuli
[
Singular Tubulus; lateinisch, „Röhren“
]lange, meist sehr dünne röhrenförmige Zellorganellen oder Zellstrukturen. Tubuli kommen vor allem als Mikrotubuli in den Zellen von Eukaryoten vor. Die Wände der Mikrotubuli bilden Protofilamente aus dem Eiweißstoff Tubulin, von denen jeweils 13 in Schraubenwindung stehen und nach Bedarf während der Zellfunktion auf- oder abgebaut werden können. Durch Kälte und das Zellgift Colchicin kann u. a. dieser Prozess unterbunden werden. Mikrotubuli bilden z. B. das Zellskelett (Cytoskelett), die Teilungsspindel bei der Kernteilung, wirken gestaltbildend bei Protozoen, Blutplättchen und dienen als Unterlage vieler zellinterner Transport- und Stoffwechselprozesse.
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