Lexikon
Wahlkampf
alle Bestrebungen von Parteien bzw. Kandidaten, die kurz vor einer Wahl auf die Mobilisierung der Wähler und auf die Beeinflussung ihrer Stimmabgabe hinzielen. Der Wahlkampf soll die Anhänger der eigenen politischen Richtung mobilisieren und dabei den politischen Gegner in die Defensive drängen. Die Wahlwerbung der Parteien wird häufig von PR-Agenturen konzipiert und gesteuert. Als Träger der Wahlwerbung dienen die Massenmedien (Fernsehen, Radio, Internet, Zeitungen), aber auch Flugblätter und Plakate. Öffentlich-rechtliche und private Rundfunkanstalten sind dazu verpflichtet, Wahlwerbespots der Parteien auszustrahlen. Bei landesweiten Wahlkampfveranstaltungen werden außerdem Kandidaten und Wahlprogramme der Parteien präsentiert.
Der Wahlkampf ist wichtiges Element des Parteienwettbewerbs im demokratischen Verfassungsstaat. Über die Bedeutung des Wahlkampfs für den Ausgang von Wahlen gibt es in der politikwissenschaftlichen Forschung unterschiedliche Auffassungen. In dem Maße, in dem die Parteiidentifikation der Wähler nachlässt, dürfte aber der Wahlkampf an Bedeutung gewinnen.
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