Lexikon

Zweikreistriebwerk

Zweistromtriebwerk, Bypass-Triebwerk
Sonderbauform eines Strahltriebwerks, bei dem nur ein Teil (Primärstrom) der gesamten eintretenden Luftmenge in der Brennkammer aufgeheizt wird, während der restliche Teil (Sekundärstrom) nur mäßig verdichtet wird und mit geringer Geschwindigkeit kalt aus dem Triebwerk austritt. Die Verdichtung der Sekundärluft kann in einem vorn liegenden Gebläse oder in einem Heckgebläse mit getrenntem Sekundärlufteintritt erfolgen. Die verdichtete Sekundärluft wird in einem mantelförmigen Ringgehäuse um das heiße Grundtriebwerk geführt und dem Primärstrom in der Schubdüse zugemischt (Mantelstromtriebwerk) oder verlässt das Triebwerk unvermischt nach Durchtritt durch das Frontgebläse (Bläsertriebwerk). Vorteile des Zweikreistriebwerks sind niedrigerer Kraftstoffverbrauch, erhöhter Schub sowie geringerer Strahllärm infolge geringerer Strahlgeschwindigkeit.
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