Gesundheit A-Z
Hodenkrebs
bösartige Geschwulst, die von Hodengewebe ausgeht. Der Hodenkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Männern zwischen 20 und 34 Jahren. Zum Hodenkrebs zählen die von den Keimzellen ausgehenden Tumoren Chorionkarzinom, Seminom und Teratom sowie die vom Stroma des Hodens ausgehenden Tumoren Leydig-Zelltumor, Sertoli-Zelltumor und Granulosazelltumor. Bei Kindern kommen am häufigsten das Chorionkarzinom und das Teratom vor, bei Männern zwischen 30 und 50 Jahren überwiegend das Seminom. Anfangs besteht ein derber, nicht schmerzhafter Knoten bzw. ein einseitig vergrößerter Hoden, der mit Schweregefühl verbunden ist. Bei einem Teil der Patienten treten jedoch erst Beschwerden nach Metastasierung auf (z. B. in den Lungen). Ein hormonproduzierender Tumor führt zu einer Gynäkomastie. Die Behandlung des Hodenkrebses besteht in der operativen Entfernung des befallenen Hodens und der entsprechenden Lymphknotenregionen. In schweren Fällen erfolgt zusätzlich eine Chemo- bzw. insbesondere bei dem sehr strahlenempfindlichen Seminom eine Radiotherapie.
Wissenschaft
Die Erfahrungsmaschine
Das Wort „Erfahrung“ kann man philosophisch-menschlich verstehen, wenn man jemandem attestiert, viel erlebt und dabei seine Kenntnisse der Welt erweitert zu haben. Man kann es aber auch wörtlich nehmen und sich etwa fragen, wie weit man mit seinem Auto eine Gegend erfahren hat. Was auch immer gemeint ist oder gemacht wird, zeigt...
Wissenschaft
Zufall oder Zusammenhang?
Maschinelles Lernen revolutioniert die Datenanalyse. Doch als statistische Methode unterscheidet es nicht zwischen Ursache und Wirkung – und kratzt daher oft nur an der Oberfläche der Realität. von THOMAS BRANDSTETTER Je bunter die Blätter der Bäume werden, desto mehr Menschen leiden an Schnupfen. Doch ist die herbstliche...