Wahrig Herkunftswörterbuch
Tretmühle: in die Tretmühle kommen
Relativ harmlos kommt das Wort Tretmühle daher, doch war die Arbeit dort sehr hart: Dies belegt die Wendung in die Tretmühle kommen „etwas Eintöniges, Lästiges tun (müssen)“, die im 19. Jh. aufkam. Die schon von den Römern genutzte Tretmühle, die man auch Tretrad nannte, trieb Mühlen, aber auch (Hafen–)Kräne an. Wer diese körperlich und technisch sehr anspruchsvolle Aufgabe meisterte, der konnte im Mittelalter als Windenknecht auf Baustellen sehr gut verdienen. Später wurde die Tretmühle im Strafvollzug eingesetzt, wovon auch der englische Dichter Oscar Wilde ein Lied singen konnte: Wegen Homosexualität ins Gefängnis geworfen, kam er Ende des 19. Jh. regelmäßig in die Tretmühle. Bei der Schwere der Arbeit verwundert es nicht, dass man auch Ochsen oder Pferde zum Antrieb einsetzte.
Wissenschaft
Natur ohne Vorbild
Weltweit entstehen Ökosysteme, die in keiner historischen Landschaft je existierten. Neue Forschung zeigt, dass viele von ihnen überraschend stabil und funktional sind. von ROMAN GOERGEN In der Nähe der schottischen Kleinstadt West Calder überragen gewaltige rostrote Hügel die sonst tief liegende Landschaft in der Region West...
Wissenschaft
Neue Einblicke in die Evolution des Mastodons
Neben den Mammuts gab es während der Eiszeit noch ein weiteres Rüsseltier – das Mastodon. Dessen Evolutionsgeschichte ist offenbar komplexer als bisher angenommen. Das zeigen Analysen alter DNA aus den Knochen und Stoßzähnen von sieben Exemplaren dieser amerikanischen Megafauna. Demnach wanderten die Mastodons in Folge von...
Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
News der Woche 19.09.2025
Empfindliche Wunderstoffe
Reise zum Mittelpunkt des Mars
Plasmalinsen für extreme Laserpulse
Schlauer Staub
Fortschritt durch Abtritt