Bevölkerungspolitik
alle Maßnahmen des Staates zur Änderung der Bevölkerungsstruktur. In Deutschland z. B. wurde unter Hitler eine qualitative Bevölkerungspolitik mit dem Ziel betrieben, die „gesunde nordische Erbmasse“ zu erhalten (was bis zum Völkermord an Juden u.und Osteuropäern durchgesetzt wurde). Quantitative Bevölkerungspolitik wird heute in den meisten Staaten Europas durch familiengerechte Besteuerung (Kinderermäßigungen), Kinderprämien, Ehestandsdarlehen u. a. im Hinblick auf eine Anhebung der Geburtenraten durchgeführt. Durch Urteile des Bundesverfassungsgerichts 1998 u.und 2001 wurde der Gedanke des Familienlastenausgleichs zugunsten von Eltern mit Kindern weiter gestärkt. In vielen Entwicklungsländern zielt die quantitative B.Bevölkerungspolitik dagegen auf eine Senkung der Geburtenraten durch Verbot von Frühehen, Förderung des Zugangs zu Verhütungsmitteln oder Besteuerung von Mehr-Kind-Familien.









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