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LEXIKON

Trier

Trier: Stadtwappen
Stadtwappen
kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz, an der Mosel nahe der luxemburgischen Grenze, 104 000 Einwohner; katholischer Erzbischofssitz; Universität, katholische Akademie, Europäische Kunstakademie, Deutsche Richterakademie; Rheinisches Landesmuseum, Spielzeugmuseum; Geburtshaus von K. Marx; Ruinen der Römerzeit, römische Basilika (um 300, heute evangelische Kirche), Dom (4., 11. und 12. Jahrhundert; mit bedeutenden Steindenkmälern des 16.18. Jahrhunderts im Innern), Liebfrauenkirche (13. Jahrhundert), Erzbischöfliches Schloss (17./18. Jahrhundert), Domherrenhöfe aus dem 18. Jahrhundert; die römischen Baudenkmäler, der Dom und die Liebfrauenkirche wurden 1986 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt; Weinkellereien und -handel, Informationstechnologie, elektrotechnische Industrie, Textilindustrie, Metallverarbeitung, Walzwerk; Messepark; Tourismus. Verwaltungssitz des Landkreises Trier-Saarburg: 1091 km2, 140 000 Einwohner.

Geschichte

Trier war Hauptstadt und Kultort der Treverer, als 15 v. Chr. unter Augustus am Schnittpunkt der Heerstraßen die römische Kolonie Augusta Treverorum gegründet wurde. Unter Tiberius wurde Trier Hauptstadt der Provinz Belgica, dann Galliens; 260399 war es kaiserliche Residenz. Nach der Zerstörung durch Franken und Alemannen um 275 wurde Trier unter Constantius Chlorus wieder aufgebaut und erlebte seine größte Blüte unter Konstantin dem Großen, Valentinian I. und Gratian. Aus dieser Zeit stammen die Palastaula (Basilika), die Römerbrücke und die Kaiserthermen. Bereits um 180 wurde das Nordtor der römischen Stadtmauer (Porta Nigra) gebaut. Um 475 fiel Trier den Franken zu. Seit dem 3. Jahrhundert Bistum, seit 811 als Erzbistum urkundlich erwähnt. 925 kam Trier mit Lothringen zum deutschen Reich, um 1190 Stadtrecht; seit dem 13. Jahrhundert Kurstaat Trier. 1794 wurde Trier Frankreich einverleibt, das 1801 die linksrheinischen Stiftsgebiete säkularisierte; die rechtsrheinischen Gebiete fielen 1803 an Nassau. 1815 kam Trier zu Preußen.
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