Wissensbibliothek
Wie kooperieren Nase und Zunge?
Die Zunge (Lingua) ist das für die Geschmacksempfindung zuständige Organ. Die Nase erweitert die Sinnesfunktion der Zunge, die lediglich vier verschiedene Geschmacksqualitäten unterscheiden kann: süß, sauer, salzig und bitter. In Kombination mit dem Geruchssinn ergibt sich eine große Anzahl von Differenzierungen. Trotz der vergleichsweise einfachen Wahrnehmungsfähigkeit der Zunge sind diese Funktionen doch sehr wichtig. Giftige Substanzen, die häufig bitter schmecken, können vor dem Verschlucken entdeckt werden. Süße oder salzige Nahrungsmittel oder auch sauer schmeckende Früchte, im Allgemeinen essbar und nahrhaft, können als solche wahrgenommen und entsprechend verzehrt werden.
Die Wahrnehmung von Geschmack wird durch Sensoren vermittelt, die wir als Chemorezeptoren bezeichnen. Man findet sie in den Geschmacksknospen auf der Zunge. Der Mensch verfügt über mehr als 10 000 solcher Knospen, die hauptsächlich an den Seiten der Papillen liegen. Dies sind kleine Erhebungen auf dem Zungenrücken, den Zungenseiten und auf dem Zungengrund. Chemorezeptoren sprechen auf chemische Substanzen an, die in der in Speichel gelösten Nahrung vorliegen. Die Rezeptoren reagieren auf die gelösten Substanzen durch Aussendung von Signalen an das Gehirn, wo sie dementsprechend interpretiert werden.
Skurrile Regelfälle
Stellen wir uns eine Bioforscherin vor, die nach einigen Experimenten vor einem ziemlich skurrilen Ergebnis steht. Sorgfältig wiederholt sie die gesamte Versuchsreihe noch mehrere Male, baut sogar noch zusätzliche Kontrollexperimente ein. Doch es bleibt dabei: Die Daten sind robust und reproduzierbar. Das Ergebnis ist also echt...
Späte Diagnose
Viele Menschen spüren, wenn etwas mit ihrer Gesundheit nicht stimmt. Aber unnötig spät bekommen sie erst ihre Diagnose, ob HIV oder Krebs. von SUSANNE DONNER Als der 36-jährige Mann aus Berlin auf seiner Zunge ein Knötchen, eine Papel, bemerkt, die immer größer wird, geht er zum Arzt. Er ahnt bereits, dass es um seine Gesundheit...