Wissensbibliothek
Warum pendelt ein Fluss?
Wenn Flüsse ein sehr flaches Gebiet durchströmen, gleicht ihr Lauf häufig einer unregelmäßigen Schlangenlinie. Mäander nennt man diese Flussschlingen, die sich ständig verändern. Die Biegungen und Windungen können durch Unebenheiten im Flussbett oder an den Ufern ausgelöst werden. Dadurch wird der Fluss abgelenkt und zum Pendeln veranlasst. An der Außenseite der Flussschlinge fließt das Wasser schneller und beginnt den Uferbereich, den Prallhang, zu unterhöhlen. Auf der gegenüberliegenden Seite, dem Gleithang, werden dagegen mitgeführte Sande und Kiesel abgelagert.
Mit der Zeit kann am unteren schmaleren Ende der Mäander durch die Ablagerungen abgeschnitten werden, und es bildet sich ein Altarm, der nur noch bei Hochwasser geflutet wird. Durch seine Erosionskraft kann ein Fluss zwei Rücken an Rücken liegende Prallhänge so stark abtragen, dass ebenfalls ein Durchbruch entsteht, übrig bleibt schließlich in der Mitte der Schlinge ein sog. Umlaufberg.
Übrigens: Der Name Mäander bezieht sich auf den gleichnamigen Fluss in Kleinasien (Menderes), der solche Schlangenlinien in mustergültiger Form präsentiert.
Ozeane aus der Balance
Die Forschung verstärkt die Beobachtung der Ozeane. Die Versauerung des Wassers nimmt weiter zu und Sauerstoffmangel könnte dazu führen, dass in einigen Meerestiefen zukünftig kein Leben mehr möglich ist. Von RAINER KURLEMANN Für einen genauen Blick auf die Erde benötigt der Mensch manchmal Distanz. Der Forschungssatellit...
Ein Neustart fürs Immunsystem
CAR-T-Zellen könnten die Rheumatologie revolutionieren: Aktuell kommen sie für schwerkranke Patienten infrage, bei denen Standardtherapien versagen. von JULIETTE IRMER Jahrzehntelang bedeutete die Therapie einer schweren rheumatischen Autoimmunerkrankung für Patienten vor allem eines: das Immunsystem dauerhaft zu dämpfen....