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Goldgelbes Energiebündel

So gelb, so strahlend blüht er - der Raps. Noch bis Anfang Juni stehen die Felder in voller Blütenpracht. Doch bis zur Ernte warten die Landwirte noch bis Juli oder sogar August. Abgesehen von seiner Verwendung als Speiseöl bei der Zubereitung von Salaten und Gebratenem, hat der Kreuzblütler eine Bedeutung als erneuerbarer Energieträger gewonnen. Das Stichwort lautet hier "Biomasse". Und aus Raps wird "Bio-Diesel" gewonnen. Doch Biosprit hat Sympathiepunkte eingebüßt: Seine Erzeugung gilt zumindest nach massenmedial verbreiteter Meinung als Preistreiber für Nahrungsmittel.

 

Von der Nutzpflanze zur Energiepflanze

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Raps
Wird Raps allein zum Zweck der späteren Energiegewinnung angebaut, spricht man auch von Energiepflanzenanbau. Im Gegensatz zu anderen Kraftstoffen ist Bio-Diesel biologisch abbaubar. Außerdem senkt es den Schadstoffausstoß. Doch wer glaubt, einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, wenn er seinen Kraftstoff aus der Bio-Diesel-Säule zapft, ist auf dem Irrweg: Eine Überbetonung von Monokulturen – also dem jedes Jahr wiederholten Anbau derselben einjährigen Nutzpflanzenart - wird aufgrund der schnelleren Ausbreitung von Schädlingen als problematisch gesehen. Außerdem wird der Einsatz von Getreide für die Gewinnung von Biosprit als ein Grund für die Preissteigerung und eine beginnende weltweite Nahrungsmittelkrise gesehen. Die Bundesregierung wird dennoch an ihren Klimaschutzzielen und damit auch der Entwicklung von Kraftstoffen aus Biomasse festhalten. Das Stichwort ist dabei "Biosprit der 2. Generation"; dabei handelt es sich um Produkte, die nicht mit der Nahrungsmittelproduktion im Wettbewerb stehen.

 

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von Michaela Wetter, wissen.de
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