Wahrig Herkunftswörterbuch
Kompetenz
Das deutsche Wort Kompetenz wurzelt wie das engl. Verb to compete „wettstreiten“ im lat. Verb competere. Hat sich das engl. Verb aus der Bedeutung „gemeinsam nach etwas streben“ entwickelt, so liegt der Kompetenz einen andere Bedeutung zugrunde, „zusammentreffen, fähig sein“. Zu competere in dieser Bedeutung wurde das bereits im römischen Recht erwähnte Adjektiv competens „zuständig, rechtmäßig“ gebildet, in dem wiederum das
lat.
Substantiv competentia (ursprünglich „das Zusammentreffen, Stimmen“) wurzelt. Seit dem 13. Jh. bezeichneten Juristen mit competentia die Einkünfte, die einer Person (insbesondere einem Kirchenmann) für den Lebensunterhalt zustanden. Bis ins 20. Jh. hinein gebrauchte man Kompetenz in diesem Sinne beim Militär, und zwar als „Heeres– oder Marinesoldaten an Geld, Verpflegung, Unterkunft und Bekleidung Zustehendes“. Seit dem 18. Jh. ist die an das Adjektiv kompetent angeschlossene Bedeutung „Zuständigkeit, Befugnis“ gebräuchlich, die heute vor allem in der Politik verwendet wird: Als im frühen 19. Jh. die europäischen Nationalstaaten entstanden, wurde Kompetenz auch auf die Rechte und Pflichten von Staatsorganen übertragen. Am häufigsten ist heute jedoch die Bedeutung „Sachverstand, Urteilsfähigkeit“, die sich eher auf Personen denn auf Institutionen bezieht und zu Ausdrücken wie interkulturelle Kompetenz „zum erfolgreichen Handeln nötige Kenntnisse anderer Kulturen“ führte.
Wissenschaft
Kern mit Proton-Halo
Neue Messungen an einem exotischen Aluminium-Isotop deuten auf eine ungewöhnliche Struktur hin: Dort gibt es ein nur schwach gebundenes äußeres Proton. von DIRK EIDEMÜLLER Normalerweise stellt man sich Atomkerne als extrem dichte Zusammenballung von Protonen und Neutronen vor, die durch die starke Kernkraft zusammengehalten...
Wissenschaft
Im Fluss der Zeit
Wie erschafft das Gehirn sein Zeitempfinden? In der Antwort könnte der Schlüssel zum Verständnis des Bewusstseins liegen.
Der Beitrag Im Fluss der Zeit erschien zuerst auf wissenschaft.de.