Wissensbibliothek
Was ist der geschichtliche Hintergrund?
Der um 800 v. Chr. lebende Homer verarbeitete neben älteren Heldenepen auch historische Überlieferungen aus der mykenischen Bronzezeit. Wir wissen heute, dass in dieser Zeit vom mykenischen Griechenland aus eine rege Handels- und Kolonisationstätigkeit an der kleinasiatischen Westküste stattfand, die sowohl durch archäologische Funde als auch durch Berichte der kleinasiatischen Hethiter belegt ist. Die Griechen werden in diesen Texten Achijawa genannt, was den Achäern in der Ilias entspricht.
Weiterhin wird eine in der Nähe der Dardanellen gelegene Stadt Wilusa erwähnt, bei der es sich wohl um das Ilion (= Troja) der Ilias handelt. Es ist gut vorstellbar, dass die über die Dardanellen ins Schwarze Meer vorstoßenden Griechen in eine Auseinandersetzung mit der in dieser Region vorherrschenden Stadt geraten sind. Möglicherweise hängt die Zerstörung der Stadt der Schicht VIIa nicht mit den mykenischen Griechen, sondern mit den Wanderungen der sogenannten Seevölker zusammen. Es ist also nicht eindeutig erwiesen, ob die Schicht VIIa (um 1200 v. Chr.) in dem seit Schliemann ausgegrabenen Hügel wirklich die Stadt des Trojanischen Krieges darstellt.
Wettlauf zu Europa
Zwei Raumsonden nehmen die Jupitermonde ins Visier, besonders den Eismond Europa. Falls dort Mikroben leben, könnten sie von neuartigen Detektoren aufgespürt werden. von THORSTEN DAMBECK Es wird eine Gelegenheit für einen letzten Blick sein, wenn sich die Sonde Juice am 20. August noch einmal bis auf 6.807 Kilometer der Erde...
Rätselhafter Gammablitz
Fraß ein Schwarzes Loch einen Stern von innen auf? von RÜDIGER VAAS Kosmische Gammastrahlen-Ausbrüche, kurz GRBs oder Gammablitze genannt, zeigen sich ungefähr einmal am Tag irgendwo am Himmel. Sie dauern höchstens wenige Minuten und entstehen bei der Kollision von Neutronensternen oder der Detonation massereicher Sterne. Nun hat...