Wissensbibliothek
Was ist der geschichtliche Hintergrund?
Der um 800 v. Chr. lebende Homer verarbeitete neben älteren Heldenepen auch historische Überlieferungen aus der mykenischen Bronzezeit. Wir wissen heute, dass in dieser Zeit vom mykenischen Griechenland aus eine rege Handels- und Kolonisationstätigkeit an der kleinasiatischen Westküste stattfand, die sowohl durch archäologische Funde als auch durch Berichte der kleinasiatischen Hethiter belegt ist. Die Griechen werden in diesen Texten Achijawa genannt, was den Achäern in der Ilias entspricht.
Weiterhin wird eine in der Nähe der Dardanellen gelegene Stadt Wilusa erwähnt, bei der es sich wohl um das Ilion (= Troja) der Ilias handelt. Es ist gut vorstellbar, dass die über die Dardanellen ins Schwarze Meer vorstoßenden Griechen in eine Auseinandersetzung mit der in dieser Region vorherrschenden Stadt geraten sind. Möglicherweise hängt die Zerstörung der Stadt der Schicht VIIa nicht mit den mykenischen Griechen, sondern mit den Wanderungen der sogenannten Seevölker zusammen. Es ist also nicht eindeutig erwiesen, ob die Schicht VIIa (um 1200 v. Chr.) in dem seit Schliemann ausgegrabenen Hügel wirklich die Stadt des Trojanischen Krieges darstellt.
Lebensstoffe reisen durchs All
Proben des Planetoiden Bennu enthalten uralte Moleküle, die in Proteinen und im Erbgut vorkommen. Hat kosmische Starthilfe dem irdischen Leben auf die Sprünge geholfen? von THORSTEN DAMBECK Manchmal kommt es darauf an, schneller zu sein – dies war wohl das Kalkül der NASA, als es um 101955 Bennu ging. Bevor dieser Planetoid...
Auch leise ist zu laut
Wer in der Nähe eines Bahngleises wohnt, wird durch Lärm belästigt. Trotz neuer „Flüsterbremsen“ bleibt noch viel zu tun. von ROLAND BISCHOFF Seit über fünf Jahren ist in der Schweiz der 57 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel in Betrieb. Seither fahren täglich 130 bis 160 Züge hindurch, davon zwei Drittel Güter- und ein Drittel...