Wahrig Herkunftswörterbuch

erpicht
Auf etwas erpicht zu sein, bedeutet ursprünglich, nicht von etwas loszukommen, weil man „wie mit Pech daran festgeklebt“ ist. Im 16. Jahrhundert war diese Redensart bereits verbreitet, neben die im 17. Jahrhundert die Form an oder auf etwas verpicht sein trat. Beide Wendungen sind im Zusammenhang mit dem Vogelfang zu sehen, bei dem das Tier an einer Rute kleben blieb, die mit Leim oder mit Pech bestrichen war. Hat dies in der auch vom Vogelfang inspirierten Wendung jemandem auf den Leim gehen „betrogen werden“ negative Folgen, so sind die Konsequenzen des Erpichtseins nicht ganz so schwerwiegend – ähnlich wie auf etwas versessen sein bedeutet auf etwas erpicht sein heute, dass man etwas unbedingt (haben) möchte.
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