Lexikon
Liturgiesprache
die im Gottesdienst verwendete Sprache in der katholischen Kirche. In der alten Kirche herrschte gemäß dem Grundsatz des Paulus (1. Brief an die Korinther 14,19) die Sitte, den Gottesdienst in der jeweiligen Landessprache zu feiern. Während sich die Ostkirchen immer daran gehalten haben (z. B. Griechisch, Syrisch, Koptisch, Arabisch, Armenisch, Slawisch), setzte sich im Westen mit Beginn des Mittelalters immer mehr das Latein durch. Die Kirchen der Reformation gebrauchten von vornherein die Landessprache. Das Konzil von Trient (1545–1563) verurteilte den Satz, die Messe dürfe nur in der Landessprache gefeiert werden. Erst das 2. Vatikanische Konzil gewährte der Volkssprache weiteren Raum. Heute kann die gesamte Liturgie in der Volkssprache gefeiert werden.
Wissenschaft
Geisterbilder am Himmel
Vexierspiele der Schwerkraft – von ultradichten Sternruinen bis zu gigantischen Galaxienhaufen. von RÜDIGER VAAS Täuschungen kommen vom Himmel, Irrtümer von uns selbst“, notierte der französische Aphoristiker und Essayist Joseph Joubert einmal. Damals, vor mehr als zwei Jahrhunderten, konnte er noch nichts vom Gravitationslinsen-...
Wissenschaft
Auch tote Zähne können schmerzen
Warum der Tod eines Zahns dem Leid manchmal kein Ende bereitet, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Man liegt nachts im Bett, und es ist, als ob im Kopf ein Presslufthammer tobt. Wellen pochender Schmerzen jagen durch den Kiefer, jeder Kontakt der Zähne löst eine dröhnende Explosion aus. Tabletten helfen nicht, allenfalls bringt...