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LEXIKON

gergisch-orthodxe Kirche

Patriarchat von Georgien
gehört zu den orthodoxen Kirchen des byzantinischen Ritus mit der Liturgiesprache Altgeorgisch und Kirchenslawisch; zählt rund 4 Mio. Gläubige in der Republik Georgien und umfasst das Georgische Patriarchat mit 15 Eparchien und 4 Klöstern. Oberhaupt der georgisch-orthodoxen Kirche ist Seine Heiligkeit Ilia II. Siolosvili (* 1933), seit 1977 Erzbischof von Mzcheta, Metropolit von Tbilissi und Katholikos-Patriarch von Georgien mit Sitz in Tbilissi.
Die traditionelle Überlieferung führt die Gründung der georgisch-orthodoxen Kirche auf die Missionsreisen der Apostel Andreas, Simon des Zeloten und Matthias zurück; der Legende nach bewirkte die heilige Nino die Bekehrung des iberischen Königs Mirian um 337 und etablierte damit das Christentum in Georgien. Im 4. Jahrhundert wurde das autonome Bistum Georgien (Grusinien) dem Patriarchat Antiochia, im 6. Jahrhundert Konstantinopel zugeordnet; im 8. Jahrhundert erwarb Georgien das Recht, seinen Katholikos selbst zu weihen, blieb aber der Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchen unterstellt. Nach der Annexion Georgiens durch Russland (1801) wurde die griechisch-orthodoxe Kirche 1811 autonomes Exarchat der russisch-orthodoxen Kirche, bis die russische Revolution (1917) der georgisch-orthodoxen Kirche ihre kirchliche Autonomie unter eigener Hierarchie zurückgab, was zur Neugründung des Katholikates und zur Selbsterklärung der Autokephalie führte. 1943 anerkannte das Moskauer Patriarchat die Unabhängigkeit der georgischen Kirche, das Ökumenische Patriarchat bestätigte diese 1989 rückwirkend. 1962-1997 war die georgische Kirche Mitglied des Weltkirchenrates.
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