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Onlinemarketingtrends, die auch 2023 wichtig sein werden

Das neue Jahr steht bereits vor der Tür. Der Vorsatz vieler Marketer wird es sein, auch 2023 für möglichst viele Conversions zu sorgen. Damit das gelingt, gibt es nächstes Jahr bei den Onlinemarketingtrends einiges zu beachten. Werfen wir einen Blick darauf, was 2023 in Sachen Onlinemarketing angesagt ist.
Symbolbild Social Media

© unsplash.com, Adem AY

Es bleibt sozial

Social Media ist beim Onlinemarketing deutscher Unternehmen nicht wegzudenken. Im vergangenen Jahr nutzten mit 49 % knapp die Hälfte aller Unternehmen in der Bundesrepublik Social-Media-Marketing, gefolgt von E-Mail-Marketing (37 %) und Suchmaschinen-Marketing (36 %). Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung der Statistik-Plattform Statista.

Dieser Trend wird sich auch 2023 fortsetzen. Vor allem TikTok wird weiterhin seinen Siegeszug fortsetzen. Durch neue Tools und Integrationen wird TikTok verstärkt zum Magnet für Werbekunden. Auf der TikTok World hat die chinesische Social-Media-Plattform die Neuerungen vorgestellt. Neue Ad-Formate und Anzeigenoptimierungen sollen Marketer im nächsten Jahr auf die Plattform locken. Wer TikTok bis jetzt bei seinen Marketingmaßnahmen stiefmütterlich behandelt hat, sollte sich die neuen Funktionen unbedingt genauer anschauen oder Marketingexperten anheuern.

Suchmaschinenoptimierung bleibt wichtiges Thema

Auch Suchmaschinenoptimierung bleibt weiterhin ein wichtiges Thema. Um das eigene Ranking bei Google zu verbessern, sind Backlinks weiterhin von großer Bedeutung. Noch wichtiger als bisher wird zudem der Ausbau der Onpage-Optimierung der eigenen Website, speziell des Contents im Blog oder Magazin. Mit den Suchhelden bekommen Unternehmen Hilfe bei der Durchführung ihrer SEO-Maßnahmen, um ihr Ranking zu steigern.

Influencer bleiben von Bedeutung

Ein weiterer Trend, der sich weiterhin fortsetzt, ist das Influencer Marketing. Die Zusammenarbeit mit den Internetberühmtheiten wird auch 2023 von den Marketern fortgesetzt werden. Ein wichtiger Punkt wird das Influencer Management darstellen, denn Qualität könnte nächstes Jahr wichtiger als Quantität werden. So sehen einige Branchenexperten, Nano-Influencer (Influencer mit weniger als 1000 Followern) nächstes Jahr an Bedeutung gewinnen. Der Fokus könnte sich von dem Erreichen eines möglichst großen Publikums hin zur Nischen-Kommunikation verschieben. Die Authentizität der Internetstars und das Vertrauen in die Influencer werden von größter Bedeutung sein.

Das Metaverse bleibt im Blickpunkt

Die Ankündigung des Facebook-Mutterkonzerns Meta, mit dem Metaverse einen virtuellen Raum zu erschaffen, hat 2021 für einige Furore gesorgt. Das hat sich auch dieses Jahr fortgesetzt und für 2023 ist keine Änderung zu erwarten. Unternehmen scheinen dem Metaverse von Mark Zuckerberg gegenüber aufgeschlossen zu sein. Laut einer deutschen Umfrage von Statista aus dem Jahr 2022 können sich 77 Prozent aller Handelsunternehmen vorstellen, eine virtuelle Beratung im Metaverse anzubieten.

Die digitale Parallelwelt bietet also einiges an Potenzial, um eine völlig neue Customer Experience zu erschaffen. Marketer sollten die Plattform nächstes Jahr unbedingt im Auge behalten, da das Monetarisierungspotenzial hoch sein könnte.

NFT-Marketing bleibt im Gespräch

Meta setzte dieses Jahr auf Non-Fungible Tokens (NFTs) und will die Verwendung der Tokens vor allem im hauseigenen Metaverse vorantreiben. Die beiden Trends NFT-Marketing und Metaverse gehen gewissermaßen Hand in Hand. Es wird spannend werden zu sehen, wie sich die NFTs nächstes Jahr entwickeln. Sie bieten jedenfalls Potenzial, um die eigene Zielgruppe zu erweitern. Zudem lässt sich durch den Einsatz von NFTs eine zusätzliche Einnahmequelle nutzen. Marketer sollten die moderne Technologie nächstes Jahr unbedingt weiter im Auge behalten.

Voice Commerce bleibt angesagt

Immer mehr Internetnutzer und -nutzerinnen greifen auf Voice Search zurück. Sprachassistenten wie Siri, Alexa und Cortana helfen den Suchenden per Spracheingabe, Antworten und Produkte im Internet zu finden. Für Marketer bedeutet das, dass die verwendeten Keywords auch in gesprochener Sprache verständlich sein müssen. Entgegen der schriftlichen Suche wird bei der gesprochenen Suche eher ein ganzer formulierter Satz verwendet. Daher werden Long Tail Keywords an Bedeutung gewinnen. Seiten, die nicht darauf optimiert sind, könnten durch den Boom von Voice Search klare Nachteile erfahren.

Die visuelle Suche bleibt im Fokus

Die Bildsuche bietet einiges an Potenzial und könnte im nächsten Jahr weiter an Bedeutung gewinnen. Anstelle von getippten oder gesprochenen Suchanfragen, laden Internetuser Bilder hoch, um nach Informationen zu suchen. Marketer sollten diesen Trend für sich nutzen und qualitativ hochwertige Bilder auf ihren Webseiten platzieren. Aussagekräftige Bildbeschreibungen und optimierte Dateinamen bleiben weiterhin von Bedeutung.

Auch Video-Content wird nächstes Jahr im Onlinemarketing nicht wegzudenken sein. Neben TikTok sollten Marketingexperten und -expertinnen Instagram Reels und YouTube Shorts in ihre Marketingkampagnen miteinbeziehen. Bei Internetusern erfreuen sich die Kurzvideos großer Beliebtheit, da sie sich schnell konsumieren lassen. Wichtig bei den kurzen Clips ist der Mehrwert für die Internetnutzer. Dementsprechend kann man mit Q&As, Tutorials und Produktvideos besonders punkten.

Nutzerbewertungen bleiben Gold wert

Gute Nutzerbewertungen über Google my Business, Facebook oder branchenbezogene Portale bleiben auch im Jahr 2023 vor allem für lokale Unternehmen von größter Bedeutung. Durch positive Rezensionen kann das lokale Ranking deutlich verbessert werden. Marketer lokaler Unternehmen sollten den Fokus also unbedingt darauf legen, mehr positive Nutzerbewertungen zu generieren.

Cookies bleiben ein bitterer Beigeschmack

Beim Onlinemarketing muss immer der Datenschutz mitbedacht werden, daran wird sich auch nächstes Jahr nichts ändern. Internetnutzer sind von den Cookie-Anzeigen oftmals genervt. Unternehmen müssen jedoch gemäß der DSGVO agieren, daher wird Consent Management weiterhin ein Thema für Marketer bleiben. Das Ende der Cookies ist noch nicht in Sicht. Marketer, die sich mit Alternativen zum Cookie Tracking beschäftigen, haben aber auf jeden Fall einen Wissensvorsprung.

Künstliche Intelligenz und Automatisierung bleiben auf dem Vormarsch

KI oder Künstliche Intelligenz ist 2022 häufig als Headline durch die Medien gespukt. Vor allem Bilder und Texte, die durch KI erstellt wurden, haben häufig für Schlagzeilen gesorgt. Es ist anzunehmen, dass sich dieser Trend nächstes Jahr weiter fortsetzt.

Von der Automatisierung im Onlinemarketing und der Nutzung KI-gestützter Systeme erwarten sich Marketer, die eigene Zielgruppe besser zu verstehen. Die Zielgruppensegmentierung bleibt 2023 von Bedeutung. Automatisierungs-Tools helfen dabei, die Zielgruppe gezielter anzusprechen. KI-gestützte Tools wiederum werden eingesetzt, um erfasste Daten zu analysieren. Anstatt quantitativer Kennzahlen wie der Anzahl von "Likes", geben die Tools Einblicke in die Gefühlswelt der (potenziellen) Kunden und Kundinnen. Wie die Marke wahrgenommen wird, rückt in den Mittelpunkt der Analyse.

Fazit

Viele Trends, die 2023 auf die Online-Marketer zukommen, haben bereits dieses Jahr oder noch früher für Aufsehen in der Marketingbranche gesorgt. Es wird wichtiger denn je, die Trends genau im Blick zu behalten und schnell auf sie zu reagieren. Während alte Bekannte wie TikTok weiterhin ihren Siegeszug antreten, wird es spannend zu sehen sein, wie die neueren Protagonisten wie Metaverse oder KI sich auf dem Onlinemarketing-Parkett schlagen. Eines ist klar, es erwartet uns ein spannendes Jahr 2023 in Sachen Onlinemarketing.

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